In unserer Kirche hat der Gedanke, die Kinder zu eigenverantwortlichem Handeln nach den Grundwerten des Evangeliums hinzuführen, große Bedeutung. Daher wird kirchlicher Unterricht – Religionsunterricht und Konfirmandenunterricht – angeboten. Außerdem findet Sonntagsschule statt, und für Vorschulkinder gibt es die sogenannte Vorsonntagsschule.

Bei all diesen Veranstaltungen für Kinder wird Wert darauf gelegt, dass die Inhalte alters- und entwicklungsgemäß vermittelt werden. Die Lernziele werden durch das Evangelium bestimmt. Dazu gehört, die Kinder zur Liebe zu Gott und zum Nächsten anzuleiten. Wesentlich ist immer auch, dass sie die Nähe Gottes erleben. Auch sollen sie im Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert werden. Dazu dienen auch die Kindergottesdienste, die auf Gemeinde- der Kirchenbezirksebene gefeiert werden.

Vorsonntagsschule: Vorschulkinder ab drei Jahren – bis zu ihrer Einschulung – dürfen an der sogenannten Vorsonntagsschule teilnehmen. Sie findet parallel zum Sonntagsgottesdienst statt. Auf kindgerechte Weise werden die Kleinen im Vertrauen in die Güte Gottes und die Liebe Jesu Christi gefördert. Es geht in der Vorsonntagsschule nicht um Wissensvermittlung, vielmehr sollen die Vorschulkinder das Gefühl der Geborgenheit erleben und empfinden: „Gott hat mich lieb! Ihm darf ich alles sagen; ihm kann ich vertrauen.“

Sonntagsschule findet ebenfalls parallel zum Sonntagsgottesdienst statt. Die Jungen und Mädchen, die in die Grundschule gehen – und wer möchte, auch noch zwei Jahre darüber hinaus –, sind dazu eingeladen. Durch biblische Berichte von Erfahrungen, die Menschen mit Gott machten, erfahren die Kinder von Gottes Wirken und werden so ermuntert, ihre ersten eigenen Erfahrungen mit Gott zu machen. Die Lehrkräfte helfen den Kindern, gemeinsam erarbeitete Erkenntnisse mit Erlebnissen aus der kindlichen Erfahrungswelt zu verknüpfen. Dem Alter der Kinder entsprechend wird in der Sonntagsschule viel erzählt, gemalt und gesungen, es gibt (Rollen-)Spiele und mehr.

Im Religionsunterricht erhalten die Kinder ab dem zehnten Lebensjahr drei Schuljahre lang altersgerecht eine vertiefte Unterweisung im Evangelium Jesu Christi. Sie erwerben sich Kenntnisse über biblische Geschichte und die Entstehung und Ausbreitung des Christentums im Allgemeinen und der Neuapostolischen Kirche im Besonderen. Die Religionslehrkräfte erläutern ihnen die Heilsgeschichte alter und neuer Zeit, wichtig dabei ist der Bezug auf das Glaubensleben der Kinder.

Der in Bayern als ordentliches Lehrfach für Schüler/-innen an Grund- und Hauptschulen sowie an weiterführenden Schulen staatlich anerkannte neuapostolische Religionsunterricht findet aus strukturellen Gründen seit dem Schuljahr 2009/2010 nicht mehr statt. Daher besuchen die neuapostolischen Schüler/-innen wahlweise den an ihrer Schule angebotenen konfessionellen Religionsunterricht oder den Ethikunterricht.

Der Konfirmandenunterricht bereitet die Heranwachsenden ein Jahr lang auf ihre Konfirmation vor – den Tag, an dem sie vor der Gemeinde Gott gegenüber ihr Treuegelübde ablegen und als mündige Christen die Verantwortung für ihr Glaubensleben selbst übernehmen. Inhaltlicher Schwerpunkt des Konfirmandenunterrichts ist die Beschäftigung mit dem neuapostolischen Glaubensbekenntnis und den Zehn Geboten.