Kirchliches Leben spielt sich hauptsächlich in den Gemeinden ab. Unsere vielfältigen kirchlichen Aktivitäten benötigen eine entsprechende Anzahl von Räumen mit erforderlicher Ausstattung. Diesem räumlichen Bedarf gilt es, langfristig unter kostengünstigem bedarfsorientierten Mitteleinsatz gerecht werden. Dazu hat die Kirchenleitung ein Seelsorgekonzept verabschiedet, auf dessen Basis eine Standortplanung erstellt wurde, die eine Kirchenbaustrategie beinhaltet.

In der Gebietskirche Süddeutschland steht nahezu jeder Gemeinde ein Kirchengebäude zur Verfügung. Die Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, die bestehenden Gebäude zu unterhalten und gegebenenfalls Baumaßnahmen durchzuführen. Das Regelwerk dazu besteht aus der Richtlinie „Kirchliche Immobilien“ als Basis allen kirchlichen Bauens und wird sukzessive ergänzt durch Leitfäden mit technischen und weiteren Details.

Seit über 100 Jahren baut die Neuapostolische Kirche eigene Kirchen, Kapellen und Versammlungsstätten in Baden-Württemberg und Bayern, und seit 1953 unterhält sie hier eine eigene Abteilung Bau / Unterhalt.

Unsere Kirchengebäude sind an den Bedürfnissen der Gemeinde orientiert. Im Lauf der Jahre ergaben sich hier Veränderungen, und auch in architektonischer Hinsicht unterlag unser Kirchenbau einem Wandel (siehe Artikel „Geschichte des Kirchenbaus“).

In allen unseren Kirchen gibt es einen Sakralraum mit dem Altar als zentralem Ort, von dem aus die Wortverkündigung erfolgt und an dem die Sakramente und weiteren Segenshandlungen der Kirche gespendet werden. Dieser Sakralraum ist als Ort der inneren Einkehr, des Gebets und der Wortaufnahme äußerlich schlicht gehalten; Heiligenbilder und Reliquien kennt unsere Kirche nicht.

Um den Sakralraum sind Nebenräume angeordnet, die den vielfältigen Aktivitäten des Gemeindelebens dienen, wie zum Beispiel

  • die Sakristei für die Vorbereitung der Seelsorger auf den Gottesdienst,
  • multifunktionale Räume für die kirchlichen Unterrichte, Seminare und Gemeinschaftsaktivitäten,
  • sanitäre Einrichtungen sowie technische Anlagen, dabei u.a. auch Einrichtungen für Hörgeschädigte und zur Durchführung von Simultanübersetzungen.

In Kirchengebäuden mit überörtlicher Bedeutung sind Übertragungs- und Empfangseinrichtungen für die Satellitenübertragung von Gottesdiensten installiert.

Beim Bau unserer Kirchen wird auf einen ausgewogenen Einsatz der Materialien nach architektonischen, ökologischen und regionalen Gegebenheiten geachtet.

Bilder ausgewählter Kirchen

Kirche in Stuttgart-Bad Cannstatt
Kirche in Bruchsal
Kirche in Michelfeld
Kirche in Neuhausen