Durch Singen und Musizieren loben und ehren wir Gott. Auch bringen wir darin unseren Glauben, Dankbarkeit und viele weitere Empfindungen zum Ausdruck, es werden Mut, Kraft und Zuversicht ausgedrückt und vermittelt. Durch Musik können wir innere Einkehr, Ruhe und Frieden erlangen, und in Traurigkeit kann Musik trösten.

Unsere Kirchenmusik hat der Würde und Heiligkeit des Gottesdienstes sowie unseren Glaubensinhalten zu entsprechen. Musik und Andacht vor dem Gottesdienst dienen der inneren Sammlung der Gottesdienstbesucher und bereiten die Wortverkündigung vor.

Die dienende Funktion der Musik im Gottesdienst zeigt sich insbesondere durch

  • die Einstimmung auf die Predigt – nach dem Vorlesen des Bibelworts, das der Predigt zugrunde liegt, sind üblicherweise der Chor,
  • das Unterstreichen der Predigt und Vertiefen ihres Verständnisses,
  • das Ausdrücken von Dank, Lobpreis Gottes, Freude, Gottvertrauen,
  • das Spenden von Trost in Traurigkeit und Bedrängnis,
  • das Fördern des Gemeinschaftserlebens und Gemeinschaftssinns.

Um alle Gottesdienstteilnehmer zu erreichen, umfasst die musikalische Literatur in unsere Kirche eine Vielfalt von Gattungen, Stilrichtungen und Schwierigkeitsgraden.

Darüber hinaus führen wir auf lokaler und regionaler Ebene kirchenmusikalische Veranstaltungen durch, die Interessierten einen Einblick in das musikalische Leben unserer Kirche und in Inhalte unseres Glaubens bieten. Dieses musikalische Leben spiegelt sich wider in

  • Gemeindegesang,
  • Orgelspiel,
  • Instrumentalgruppen und Orchestern,
  • gemischten Chören sowie Frauen- und Männerchören in Gemeinden und Kirchenbezirken,
  • Kinder-, Jugend- und Seniorenchören, ebenfalls in Gemeinden und Kirchenbezirken,
  • Chören, die Fremdsprachengottesdienste mit Liedern in der jeweiligen Sprache musikalisch umrahmen,
  • sowie Sonderchören, die gebildet werden, zum Beispiel um Trauerfeiern mitzugestalten.

Zu Beginn des Gottesdienstes singt die Gemeinde, so sind alle Gottesdienstbesucher aktiv in das gottesdienstliche Geschehen einbezogen. Vor der Feier des Heiligen Abendmahls können sie in einem entsprechenden Lied bußfertige Gesinnung bezeugen. Das zur Abendmahlsfeier gesungene Lied der Gemeinde bietet Gelegenheit, Liebe zu Jesus Christus und Dankbarkeit für seine Erlösungstat zum Ausdruck zu bringen. Nach dem Segen, der am Schluss des Gottesdienstes auf die Gemeinde gelegt wird, beendet das von der Gemeinde gesungene Armen den Gottesdienst, und anschließend drücken Chor oder Gemeinde im Lied Empfindungen des Gottesdiensterlebens aus, oder es wird ein Musikstück durch Orchester oder Orgel vorgetragen.

Die Orgel

Die Pfeifenorgel, „Königin“ der Musikinstrumente, bereichert musikalisch die Gottesdienste und ist zudem ein wichtiges Architekturelement in den Kirchengebäuden.

Die Orgel dient in der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland primär als gottesdienstliches Instrument. Orgelkonzerte werden vor allem im Rahmen der „Stunde der Kirchenmusik“, die in einigen Kirchenbezirken veranstaltet wird, sowie in der Reihe „Orgeln in unseren Kirchen“ angeboten. Die Termine finden Sie hier.

Musikensembles in der Gebietskirche Süddeutschland

In nahezu allen Kirchenbezirken und Apostelbereichen bestehen Bezirks- und Regionalensembles – Chöre und Orchester. Zudem gibt es zwei Musikensembles auf Gebietskirchenebene: die „Junge Philharmonie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland“ und den „Jungen Chor der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland“. Diese beiden Musikensembles werden finanziell von der Gebietskirche Süddeutschland getragen.

Die „Junge Philharmonie“

Die „Junge Philharmonie“ ist ein sinfonisch besetztes Auswahlorchester mit befähigten und gut ausgebildeten jungen Instrumentalisten aus den unterschiedlichen Apostelbereichen. Gegründet wurde die „Junge Philharmonie“ im Jahr 2010, initiiert durch Bezirksapostel Michael Ehrich.

Über die Gebietskirchengrenzen hinaus bekannt ist die „Junge Philharmonie“ spätestens seit dem festlichen Abendkonzert am Internationalen Kirchentag 2014 (IKT) in München, zu dem sich Zehntausende IKT-Besucher im Olympiastadion versammelt hatten. Auch in Südafrika hat die „Junge Philharmonie“ schon Konzertauftritte absolviert.

„Unser Ziel ist nicht nur, auf einem hohen Niveau gemeinsam zu musizieren; mindestens genauso groß ist unser Bestreben, durch die Musik eine Botschaft an jeden einzelnen unserer Zuhörer zu vermitteln: Wir sind alle Teil einer starken Glaubensgemeinschaft, die auf ein großes und freudiges Ziel hinstrebt – die Wiederkunft Jesu“, erklären die Orchestermitglieder.

Der „Junge Chor“

Der „Junge Chor“ der Gebietskirche Süddeutschland ist ein Laienchor, den Sängerinnen und Sänger im Alter von 15 bis 35 Jahren bilden. Der „Junge Chor“ ist eine offene Formation, für jedes Projekt melden sich die Sängerinnen und Sänger neu an.

Gegründet wurde der „Junge Chor“ im Jahr 2009 anlässlich des europäischen Jugendtags der Neuapostolischen Kirche (EJT), der in Düsseldorf stattfand. Singbegeisterte und -befähigte Jugendliche aus Süddeutschland fanden sich dafür zu einem ersten musikalischen Projekt zusammen: „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms wurde aufgeführt, und der Erfolg beim EJT-Publikum und die Begeisterung der Chormitglieder ließen den „Jungen Chor“ daraufhin zu einer ständigen Einrichtung werden.