Die Lehre der Neuapostolischen Kirche gründet auf der Heiligen Schrift. In den Gottesdiensten werden - als Ausgangspunkt und Grundlage für die Predigt - allgemein gebräuchliche Bibelübersetzungen verwendet, im deutschen Sprachraum die Übersetzung nach Martin Luther (in der Fassung von 1984).

Die Heilige Schrift besteht aus den Büchern des Alten und des Neuen Testaments. Ihre Verfasser waren Menschen, die der Heilige Geist inspirierte. In Form und Ausdrucksweise sind die biblischen Bücher von der Vorstellungswelt ihrer jeweiligen Verfasser geprägt.

Die Menschwerdung Gottes, des Sohnes, steht im Zentrum der Heilsgeschichte. Daher wird auch gesagt: Jesus Christus ist „die Mitte der Schrift“, er steht also im Mittelpunkt. Die Bücher des Alten Testaments erhalten ihre Bedeutung für den Glauben und die Lehre demnach aus ihrer Übereinstimmung mit dem, was das Evangelium lehrt.

Das rechte Verständnis der Heiligen Schrift erschließt sich in ganzer Tiefe durch den Heiligen Geist. Es gehört zum Auftrag der Apostel Jesu - als „Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse“ (1. Korinther 4,1) -, die Heilige Schrift auszulegen.

Das Lesen in der Heiligen Schrift trägt zum besseren Verständnis des Evangeliums bei, es stärkt den Glauben und bietet Wegweisung, Trost und Erkenntnisförderung.