Als ein zentrales Element des christlichen Glaubens hat die Nächstenliebe und damit die Zuwendung zu den Menschen, die in Not gekommen und bedürftig geworden sind, besondere Bedeutung. Durch in konkretes Hilfs-Handeln umgesetzte Nächstenliebe kann Not und Elend gelindert werden.

Die Koordination und Förderung des humanitären Engagements der Gebietskirche Süddeutschland wird über das Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, e.V. betrieben. Es wurde im Jahr 1993 gegründet und ist somit eines der ältesten Hilfswerke in der „neuapostolischen Welt“.

Das Missionswerk engagiert sich im Inland und Ausland, schwerpunktmäßig in Süddeutschland und den von Süddeutschland aus betreuten Gebieten.

Grundsätzlich kommt die Hilfe der Kirche allen Menschen zugute, ungeachtet von Religion, Geschlecht, Hautfarbe, Nation und Herkunft.

Die Kirche plant und fördert, soweit möglich, über das Missionswerk gemeinnützige, karitative Projekte, Einrichtungen und Hilfsaktionen. Über das eigene Engagement hinaus unterstützt das Missionswerk Projekte und Initiativen anderer kirchlicher und gemeinnütziger Organisationen.

Brot – Brunnen – Brücken

Die humanitäre Hilfe, die über das Missionswerk im Ausland erfolgt, steht unter dem Motto „Brot – Brunnen – Brücken“. So leisten wir unter dem Motto „Brot“ Nahrungsmittelhilfe in Westafrika. Wasser ist Leben, und mit dem Ziel, die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern, unterstützen wir Wasser- und Brunnenprojekte insbesondere in Westafrika. Dabei fördert das Missionswerk den Bau von Brunnen in Zusammenarbeit mit örtlichen Hilfsorganisationen. Um einen Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur zu leisten, unterstützen wir ebenfalls in Westafrika den Bau von Brücken.

„Brücken“ im übertragenen Sinn werden gebaut, indem wir über das Missionswerk Erziehungs- und Bildungsprojekte unterstützen, um benachteiligten Kindern die Chance auf ein besseres Leben zu geben. Auch der Einsatz für eine bessere medizinische Versorgung von armen Menschen in Entwicklungsländern gehört dazu.

Familienrüstzeit und Essensangebote für Bedürftige

Schwerpunktprojekte, die das Missionswerk im Inland fördert, sind die jährliche sogenannte „Familienrüstzeit“ – für Familien und Alleinerziehende, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen und in wirtschaftlich schwieriger Lage sind – und Essensangebote für Bedürftige.

Essensangebote für Bedürftige gibt es vielerorts in Form von „Vesperkirchen“, wo wohnsitzlose und bedürftige Menschen in der kalten Jahreszeit nicht nur eine warme Mahlzeit und einen Platz zum Aufwärmen, sondern auch menschliche Wärme und Zuwendung erhalten. Ohne den Einsatz ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer wären solche Initiativen undenkbar. So beteiligen sich auch neuapostolische Christen an bestehenden Projekten anderer Träger oder führen diese in Eigeninitiative durch. Seit 2010 unterstützt das Missionswerk solche Projekte, auch indem geeignete Räumlichkeiten in den Kirchengebäuden und ein Budget für die Finanzierung der entstehenden Kosten zur Verfügung gestellt werden. Projekte anderer Träger, an denen sich Kirchenmitglieder beteiligen, werden ebenfalls finanziell durch das Missionswerk unterstützt.

Auf der Webseite des Missionswerks finden sich viele Berichte und weitere Informationen über das humanitäre Engagement der Gebietskirche Süddeutschland.