Am Dienstag, 29. August 2017, ist Apostel im Ruhestand Herbert Schneider im Alter von fast 88 Jahren verstorben.

Herbert Schneider wurde am 25. Dezember 1929 in Freudenstadt in ein gläubiges Elternhaus geboren. Am 20. September 1931 empfing er durch Bezirksapostel Karl Gutbrod das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Gleich nach der Konfirmation wirkte er freudig in der Gemeinde mit.

1955 schlossen seine Ehefrau Josefine und er den Ehebund. Nun ist er auf den Tag genau vier Jahre nach ihrem Heimgang in die jenseitige Welt gezogen.

Beruflich bekleidete Apostel Schneider hohe und verantwortungsvolle Positionen. „Dennoch hat er den Herrn immer an erste Stelle in seinem Leben gestellt“, schrieb Bezirksapostel Michael Ehrich in der Trauernachricht. „Seine Ehefrau war ihm darin eine in der Stille wirkende Hilfe und Stütze.“

In sein erstes geistliches Amt – Diakon – wurde der nachmalige Apostel im Jahr 1956 berufen. Zwei Jahre später wurde er in das Priesteramt ordiniert. Im Jahr 1964 empfing er das Bezirksevangelisten-Amt und erfüllte ab dieser Zeit die kirchlichen Aufgaben überörtlich. Nachdem er 1980 das Bezirksältesten-Amt empfangen hatte, war er mit der Leitung eines Kirchenbezirks beauftragt.

Am 18. November 1984 ordinierte Stammapostel Hans Urwyler den bisherigen Bezirksältesten Schneider in einem Festgottesdienst in Mainz zum Apostel.

Ein unerschrockener Streiter für die Sache des Herrn

„Apostel Schneider war ein tiefgläubiger Gottesknecht, für den immer das Werk Gottes und die ihm anvertrauten Brüder und Schwestern an erster Stelle standen“, so der Bezirksapostel. „Seine kraftvolle Art der Wortverkündigung war für die Anvertrauten Quelle des Trostes und neuen Mutes. Sein starker Glaube und sein intensives Gebetsleben waren vorbildhaft.“

Etliche Jahre wirkte Apostel Herbert Schneider außer in der Gebietskirche Baden in einigen westafrikanischen Ländern und baute dort die Gemeinden und Kirchenbezirke mit auf. Wie hierzulande, hat er auch dort tiefe Segensspuren hinterlassen.

Auf einer der Reisen infizierte er sich mit Malaria; die damit einhergehenden erheblichen gesundheitlichen Beschwerden begleiteten ihn seitdem. Die Erkrankung war auch der Grund, dass Apostel Schneider vorzeitig in den Ruhestand trat. Die Ruhesetzung führte Stammapostel Richard Fehr im Gottesdienst am 20. März 1994 in Bretten durch.

Unsere tief empfundene Anteilnahme gilt den Kindern des verstorbenen Apostels mit ihren Familien. „Unser himmlischer Vater möge seinen väterlichen Trost schenken“, wünschte der Bezirksapostel, der den lieben Verstorbenen, mit dem er herzlich verbunden war, als „unerschrockenen Streiter für die Sache des Herrn“ würdigte.

Die Trauerfeier findet am Samstag, 9. September 2017, in der Kirche in Villingen-Schwenningen, Schopfelenstraße 37, statt (14:00 Uhr).

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Schlagworte trauernachricht