Informationen über das Land

Mazedonien, ein Staat in Südosteuropa, war die südlichste Teilrepublik Jugoslawiens und rief 1991 - etwas später als Kroatien und Slowenien - seine Unabhängigkeit aus. Seit Dezember 2005 hat Mazedonien den offiziellen Status eines EU-Beitrittskandidaten. Es ist ein Binnenstaat, der im Norden an Serbien und an den Kosovo, im Osten an Bulgarien, im Süden an Griechenland und im Westen an Albanien grenzt. Die Muttersprache der Mehrheit der Bevölkerung ist das Mazedonische, die Sprache mit der zweitgrößten Zahl von muttersprachlichen Sprechern das Albanische. Daneben wird regional auch Türkisch, Serbisch oder Romani gesprochen.
Nach den Zahlen der Volkszählung von 2002 haben etwa 45% keine Angaben zu ihrer Konfession gemacht oder sind nicht gläubig. Die zweitgrößte Gruppe mit etwa 32,4% der Bevölkerung sind orthodoxe Christen, 16,9% sind Muslime und schätzungsweise 5% gehören anderen Religionsgemeinschaften an, unter anderem der römisch-katholischen Kirche. Die mazedonische Hauptstadt ist Skopje, sie ist mit etwa 700.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landes.

Bezeichnung:
Republik Mazedonien
Republika Makedonija
Bevölkerung:
2,1 Millionen Einwohner
Amtssprachen:
Mazedonisch, Albanisch
Ausdehnung:
25.713 km²

Eindrücke aus dem Land

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Einblick in die Entwicklung der Neuapostolischen Kirche in Mazedonien

Die Entwicklung der Neuapostolischen Kirche in Mazedonien nahm 1958 ihren Anfang in Skopje. Die wenigen Kirchenmitglieder wurden durch neuapostolische Amtsträger aus Belgrad sowie aus Österreich betreut.
Als 1991 die damalige Gebietskirche Württemberg den Auftrag erhielt, die Länder Bosnien, Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Serbien seelsorgerisch und administrativ zu betreuen, übertrug Bezirksapostel Karl Kühnle Apostel Wolfgang Bott diese Aufgabe.
Die erste Mazedonien-Reise von Apostel Bott führte im Februar 1991 über Belgrad nach Skopje. Dort hielt er eine Hausandacht und reiste dann weiter zu einer neuapostolischen Familie in Stip, wo in einem Wohnhaus am 4. Februar 1991 der erste Gottesdienst stattfand.
Überwiegend mazedonische Roma, die während des Balkankriegs sich teils jahrelang in Deutschland aufgehalten hatten und dort auch mit der Neuapostolischen Kirche in Verbindung gekommen waren, legten den Grundstock für die Kirchengemeinden in Stip, Sveti Nikole, Prilep und Bitola. In Skopje und Prilep bestehen seit einiger Zeit auch neuapostolische Gemeinden mit Angehörigen der Hauptbevölkerungsgruppe, den slawischen Mazedoniern.
Heute versammeln sich in den sechs Gemeinden über 400 Mitglieder, die von 22 Seelsorgern betreut werden. Länderverantwortlicher Apostel war Apostel Wolfgang Bott von Beginn bis zu seiner Ruhesetzung Ende 2012. Als sein Nachfolger wurde Apostel Anatolij Budnyk (Ukraine) beauftragt; er erfüllte diesen Auftrag bis September 2017.

Stand: Januar 2018
Mitglieder: 467 / Gemeinden: 6 / Amtsträger: 22