Der christliche Glaube ist darauf angelegt, sich anderen mitzuteilen. Und so ist es unsere Mission (aus dem Lateinischen „missio“ = „Sendung, Auftrag“) als Christen, die frohe Botschaft von Gottes Gnade und Liebe weiterzutragen und Menschen auf Jesus Christus und sein Evangelium hinzuweisen.

Der Auftrag der Apostel

Wie die Apostel in der Epoche der Urkirche, erfüllen die Apostel heutiger Zeit den Missionsbefehl, den der auferstandene Christus gegeben hat: „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“ (Matthäus 28,19.20). Zu ihrem Auftrag gehört außer dem Taufen – mit Wasser und Heiligem Geist – also das Lehren: die rechte Verkündigung des Evangeliums von Tod, Auferstehung und Wiederkunft Jesu Christi.

Missionsarbeit in nicht christlichen Gebieten

Im 15. und 16. Jahrhundert war, hauptsächlich von Spanien und Portugal aus, Mission betrieben worden, wobei den Menschen in eroberten Gebieten der christliche Glaube oftmals gewaltsam aufgezwungen wurde.

Im 19. Jahrhundert gab es durch überzeugte Christen eine intensive friedliche Missionstätigkeit. Christliche Missionsgesellschaften suchten in außereuropäischen Ländern, vor allem in Afrika, Menschen für das Christentum zu gewinnen.

Auch heute wird in Gegenden, wo man den christlichen Glauben nicht kennt oder Menschen aus unterschiedlichen Gründen dem Christentum entfremdet sind, Mission betrieben. Auch neuapostolische Gebietskirchen leisteten und leisten Missionsarbeit, Süddeutschland zum Beispiel in einigen Ländern in Westafrika.

Unsere persönliche Mission

Aus dem Glauben heraus erwächst das Bestreben, sich nach Gottes Willen auszurichten. Wo wir auch sind und in welchen Lebensumständen wir uns auch befinden – im Alltag, beim Umgang mit unseren Mitmenschen, durch unser Reden, Handeln und Verhalten, durch das, was wir ausstrahlen –, legen wir ein Zeugnis des Glaubens ab.

So erkennen wir unsere persönliche Mission auch darin, ein Beispiel als wahrhaftiger Jünger Jesu Christi zu sein: durch ein Leben gemäß dem Evangelium, in Gottvertrauen und mit der Priorisierung von dem, was bleibenden Bestand hat.