In der Passionszeit, insbesondere der Karwoche, gedenken Christen des Leidens und Sterbens Jesu Christi („Passion“ von lateinisch „pati“ = „erdulden, erleiden“). Als Leidender und Sterbender versöhnt Jesus Christus die Menschen mit Gott: Mit seinem Opfertod eröffnet er den Menschen das vollkommene Heil; er schafft Erlösung aus Sünde und Tod.

 

Sein Opfertod am Kreuz steht im Mittelpunkt der Gottesdienste am Hochfest Karfreitag.

Detailliert berichten die Evangelien, vor allem das Markus-Evangelium, über das Passionsgeschehen.

An Jesu Einzug in Jerusalem – unter großem Jubel der Menschen – wird im Gottesdienst an Palmsonntag gedacht; dieses Jahr am 25. März. Er stellt den Beginn der Karwoche dar („Kar“ von althochdeutsch „chara“ = „Leid“). In der Karwoche richtet sich der Blick der Glaubenden auf die verschiedenen Ereignisse, die zum Passionsgeschehen gehören: Beginnend mit der Tempelreinigung in Jerusalem und Jesu Salbung über die Stiftung des Heiligen Abendmahls und die Gefangennahme in Gethsemane bis hin zu den Geißelungen und seiner Kreuzigung sowie der Bestattung in einem Felsengrab.

Jesu Leiden und Sterben ist, so bezeugt es die Bibel, heilswirksam. Als Leidender und Sterbender versöhnt Jesus Christus, der Mittler, die Menschen mit Gott und schafft Erlösung von Sünde und Tod, ewiges Heil.

Die Gottesdienste an Karfreitag – 30. März 2018 – werden am Vormittag gefeiert. Sie finden in allen neuapostolischen Gemeinden Süddeutschlands um 9:30 Uhr statt.

Im Ostergottesdienst – am Sonntag, 1. April 2018 – wird die Auferstehung Jesu Christi verkündigt: „Jesus ist auferstanden, er lebt! Er hat das Böse überwunden!“ Damit verknüpft sich die Glaubensgewissheit: „Der auferstandene Herr wird wiederkommen.“

Sie dazu auch „Gottesdienste in der Passions- und Osterzeit“.

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