Die Mitglieder der Kirchengemeinde Leipheim (Kirchenbezirk Augsburg) freuen sich, nach einer Modernisierung und Renovierung wieder ihre Kirche in der Wißmannstraße 1 in 89340 Leipheim als gottesdienstliche Versammlungsstätte und Gemeindehaus nutzen zu können.

Am Sonntag, 31. Juli 2016, fand der erste Gottesdienst nach der viermonatigen Baumaßnahme statt. Den Gottesdienst feierte die Gemeinde mit dem Leiter des Kirchenbezirks, dem Bezirksältesten Otmar Franz.

Zur Umgestaltung

Die im Jahr 1959 geweihte Kirche in der Wißmannstraße 1 in Leipheim war 1990 grundlegend umgebaut worden. Bei der nun durchgeführten Baumaßnahme wurde das Gebäude technisch modernisiert und den heutigen Erfordernissen an ein aktives Gemeindeleben angepasst, zumal es auch im Sinne eines Gemeindehauses genutzt wird.

Im Sakralraum wurde eine Pfeifenorgel eingebaut, sodass die Gottesdienste musikalisch noch feierlicher musikalisch mitgestaltet werden können. Das von der Orgelbaufirma Andreas Offner (Kissing) gebaute zweimanualige Instrument gilt als sogenannte Serienorgel, denn es gehört zu einer Anzahl gleicher Instrumente, die in verschiedene Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland in jüngster Zeit eingebaut wurden bzw. noch eingebaut werden sollen.

Die Wand- und Fußbodenbeläge wurden erneuert; der gesamte Sakralraum ist nun mit dunklem Nussbaumparkett ausgelegt, was zu einer ansprechenden Atmosphäre im Sakralraum beiträgt. Das Altarpodest wurde ebenfalls mit Parkett belegt. Der Altar ist der zentrale Bereich im Sakralraum, wo die Sakramente gespendet werden und von dem aus auch die Wortverkündigung erfolgt.

Die Liturgie der Gottesdienste sieht mehrere Musikbeiträge – Gemeinde- bzw. Chorgesang oder Instrumentalmusik – vor. Daher wurden die Podeststufe im Altarbereich entfernt und zwei Bankreihen im Sakralraum durch Stühle ersetzt, sodass eine flexiblere Nutzung möglich ist, beispielsweise als Sitzplätze für ein Orchester.

Aus ökologischen Gründen, um Energie einzusparen, wurde bei der Baumaßnahme die Verglasung ausgetauscht. Im Sakralraum sind nun künstlerische Buntglasfenster nach einem Entwurf von Kurt Entenmann (Korb) eingebaut: Auf einem transluzenten blauen Hintergrund entwickelt sich eine spannungsreiche Linienstruktur aus blauen, gelben und schwarzen Streifen.

Zweckmäßige Modernisierungen gab es im Mehrzweckraum sowie im schallisolierten „Eltern-Kind-Raum“. Letzterer ist eine familienfreundliche Einrichtung: Er ermöglicht Eltern mit Babys und Kleinkindern die Gottesdienstteilnahme, ohne befürchten zu müssen, die Kleinen würden andere Gottesdiensteilnehmer in der Andacht stören; die Kinder wiederum brauchen darin nicht still zu sein und nicht still zu sitzen. Blickkontakt zum Altar ist gewährleistet.

Der Mehrzweckraum dient als Unterrichtsraum für die parallel zum Sonntagsgottesdienst stattfindende Sonntagsschule, ein überwiegend an Grundschüler/-innen gerichtetes Angebot, die altersgemäß mit dem Wirken Gottes vertraut gemacht werden. Auch kann der Raum für den kirchlichen Religionsunterricht und den Konfirmandenunterricht sowie im Sinne eines Gemeindehauses für andere Gemeindeaktivitäten genutzt werden, beispielsweise für die regelmäßigen Zusammenkünfte der Jugendlichen oder der Senioren. Die sogenannte Vorsonntagsschule, in der Vorschulkinder ab drei Jahren spielerisch und kindgerecht an christliches Glaubensgut herangeführt werden, findet in einem weiteren Unterrichtsraum statt.

Technisch wurde das Elektro-Akustiksystem erneuert, mittels dem hörgeschädigte Gottesdienstbesucher die Predigt mitverfolgen können und das auch eine Übertragung in die Nebenräume ermöglicht.

Der Sakralraum und die Empore sind nun mit Notausgängen ausgerüstet.

Für die Planung und Bauleitung war Architekt Manfred Gaißer (Wolf-Planung, Heidenheim) beauftragt. Die Projektleitung hatte Lothar Hägele von der Abteilung Bau/Unterhalt der Kirchenverwaltung der Gebietskirche Süddeutschland übernommen.