Am Sonntag, 11. März 2018, konnte das Kirchengebäude im Wollerweg 4 im Stuttgarter Ortsteil Rohracker nach siebenmonatiger Renovierungs- und Umbauzeit wieder bezogen werden. Bezirksältester Wolfgang Popp, der Leiter der Kirchenbezirks Stuttgart/Fellbach, zu dem die neuapostolische Gemeinde in Rohracker gehört, führte den ersten Gottesdienst im umgestalteten Kirchengebäude durch.

Ziel der Baumaßnahme, die durch Eigenmittel der Gebietskirche Süddeutschland finanziert wurde, war die Instandsetzung und Optimierung des Bestandsgebäudes. So wurde der Zugang zum Gebäude neu gestaltet und barrierefrei hergestellt, das Kirchenschiff erhielt eine helle und freundliche Gesamtanmutung und im Lauf der Zeit aufgetretene bauliche Mängel wurden behoben. Der neue barrierefreie Zugang zum Kirchengebäude ermöglicht auch gehbehinderten Gottesdienstteilnehmern und Familien, die einen Kinderwagen dabei haben, einen angenehmeren Zugang.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit war es den Projektverantwortlichen wichtig, bereits vorhandenes Inventar weiterzuverwenden. So wurde beispielsweise im Kirchenschiff kein neuer Altar eingebaut, sondern ein Altar verwendet, der bereits in einer anderen Gemeinde genutzt worden war. Am Altar werden die Sakramente gespendet; von hier aus erfolgt auch die Wortverkündigung. Zudem bekam das Kirchenschiff nun anstelle der bisherigen Kirchenbänke Stühle, die ebenfalls bereits im Bestand waren und für den erneuten Einsatz hergerichtet und aufgewertet wurden. Sie ermöglichen eine flexible Möblierung, so dass die Sitzplätze den Gegebenheiten angepasst werden können, zum Beispiel beim Einsatz eines Instrumentalensembles.

Bei der Umgestaltung erfolgte eine neue Farbgebung: Die Wände sind in hellen Farben, der Fußboden ist dunkel (Parkett) gehalten. Die bisherige Lamellendecke wurde durch eine abgehängte Decke ersetzt und das Beleuchtungssystem erneuert. So wurde insgesamt eine freundliche und angenehme Raumatmosphäre geschaffen.

Pflegeleichte Materialien verhelfen zu einem geringeren Pflegeaufwand des Kirchengebäudes, eine Arbeit, die von Gemeindemitgliedern ehrenamtlich geleistet wird. Im gesamten Gebäude wurden die Elektroinstallationen erneuert, und an der Altarrückwand wurde eine Akustikfläche eingebaut, um eine bessere Raumakustik herzustellen.

Außer dem Kirchenschiff, das für insgesamt 105 Gottesdienstteilnehmer Sitzplätze bietet, gibt es drei weitere Räume (einschließlich der Sakristei), die – zusammen mit dem Sanitärbereich – das „Gemeindehaus“ des Kirchengebäudes ausmachen. Sie werden vielfältig genutzt, zum Beispiel für Gemeindeaktivitäten wie Zusammenkünfte nach dem Gottesdienst, Seniorentreffen, Kinder- oder Jugendveranstaltungen. Eine bereits vorhandene Teeküche wurde für diese Zwecke erweitert. Zudem können im „Gemeindehaus“-Teil die kirchlichen Unterrichte stattfinden, die parallel zum Sonntagsgottesdienst angeboten werden: In der „Vorsonntagsschule“ werden Vorschulkinder ab drei Jahren spielerisch und kindgerecht an christliches Glaubensgut herangeführt, und in der Sonntagsschule werden Kinder im Grundschulalter altersgemäß mit dem Wirken Gottes vertraut gemacht.

Die Planung der Baumaßnahme und die Bauleitung hatte Architekt Wolfgang Kühn aus Backnang übernommen, das Projektmanagement lag bei Mitarbeitern der Abteilung Bau / Unterhalt im Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum der Gebietskirche Süddeutschland.