Seit 26 Jahren ist am 22. März der von den Vereinten Nationen bestimmte „Weltwassertag“, der jährlich unter einem speziellen Thema begangen wird. 2019 heißt es: „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. In Verbindung mit dem „Weltwassertag“ wird der Weltwasserbericht der UN herausgegeben.

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Die Zahlen und Fakten, die im Zusammenhang mit dem „Weltwassertag“ genannt werden, sind erschütternd: Rund zwei Milliarden Menschen haben keinen ausreichenden, sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser – schätzungsweise 800 Millionen Menschen haben gar keinen Zugang. Insbesondere in ländlichen Gebieten in den ärmsten Gegenden der Erde ist die Trinkwasserversorgung ein gewaltiges Problem.

Mit dem weltweiten Bevölkerungsanstieg nimmt der Bedarf an dem lebenswichtigen Elixier zu. Zugleich sind infolge des Klimawandels, durch Schadstoffe in Flüssen und Seen, durch Belastungen des Grundwassers sowie durch Konsumgewohnheiten die Wasserressourcen global bedroht.

Nach einer im letztjährigen Weltwasserbericht publizierten Einschätzung könnten künftig noch weit mehr Menschen von Wasserarmut betroffen sein, voraussichtlich mindestens einen Monat pro Jahr.

Durch die Zunahme von Wasserverschmutzung – einschließlich der Verschmutzung der Ozeane – werden sowohl die Gesundheit von immer mehr Menschen als auch die Umwelt mehr und mehr gefährdet.

Nachhaltigkeitskonzepte sollen dem Schutz der Wasserressourcen dienen. Laut dem Umweltbundesamt werden durch solche Konzepte insbesondere die drei Ziele verfolgt: langfristiger Schutz von Wasser als Lebensraum, Sicherung des Wassers als Ressource auch für die nachfolgenden Generationen sowie Erschließung von Optionen für eine dauerhaft naturverträgliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklung.

Sorgsam handeln – „Wasser schützen“

Um das lebenswichtige Elixier geht es auch am Freitag, 29. März 2019, im Forum Fasanenhof, der Begegnungsstätte der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland in Stuttgart-Möhringen, Fasanenhofstraße 27. An diesem Freitagabend wird zum Thema „Wasser schützen“ referiert. Die Projektgruppe „sorgsam handeln“ des Verwaltungs- und Dienstleistungszentrums (VDZ) der Gebietskirche lädt dazu ein; Beginn ist 19:00 Uhr (Eintritt frei). Zum Veranstaltungsplakat

Die Konzeption „sorgsam handeln“ wurde vor ein paar Jahren von dem Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, initiiert; die gleichnamige Projektgruppe kümmert sich um die Umsetzung im VDZ. Die Konzeption „sorgsam handeln“ betrifft – kurz gesagt – alle Facetten des verantwortungsvollen Umgangs mit der Schöpfung und damit auch den Wasserschutz.

Es liegt in der Entscheidung des Einzelnen, ob und wie weit er sorgsam und umweltschonend, das Leben und den Lebensraum wertschätzend handelt. Es braucht dazu jedoch Informationen und Handlungsmöglichkeiten. Die Handlungsmöglichkeiten im persönlichen Bereich beginnen hinsichtlich des Wasserschutzes bei A wie Autowaschen (nur in der Waschanlage) und Abfällen, die in die Mülltonne und nicht in die Toilette gehören, und sie hören bei der Verwendung von Wasch- und Putzmitteln (sparsam, phosphatfrei) noch lange nicht auf.

Zum verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung schrieb Bezirksapostel Ehrich an die Gemeindemitglieder in Süddeutschland: „Gott hat sie erschaffen und uns Menschen anvertraut. Wir sind nicht die Eigentümer, sondern wir sind dazu aufgerufen, sorgsam mit ihr umzugehen und sie zu erhalten, damit die nachfolgenden Generationen, wenn sich nicht vorher Christi Wiederkunft ereignet, die Schöpfung nutzen und ein lebenswertes Umfeld haben können. ‚Sorgsam handeln‘, dies betrifft uns alle.“ (Südinfos-Vorwort April 2017)