Am 19. August ist „Welttag der humanitären Hilfe“.

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Unter den vielfältigen Gedenktagen, die jedes Jahr begangen werden, gibt es den im Jahr 2003 durch die Vereinten Nationen initiierten „Welttag der humanitären Hilfe“. In Erinnerung an einen Bombenanschlag, durch den damals 22 Mitarbeiter der Vereinten Nationen ums Leben kamen, wird an diesem Tag internationales humanitäres Engagement gewürdigt.

So sind an diesem Tag die Frauen und Männer im Mittelpunkt, die sich für Menschen einsetzen, welche durch Naturkatastrophen, Epidemien und Krisen in Not geraten sind.

Insbesondere ist dieser Gedenktag den Helferinnen und Helfern gewidmet, die im Rahmen ihres humanitären Engagements Gewalt erlitten oder gar das Leben verloren haben.

An diesem Tag wird jedoch auch auf das Elend und die Not weltweit aufmerksam gemacht.

Kinder in Not

Eine grausame Statistik (Unicef 2019): Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Hunger.

In allen möglichen Gebieten der Welt sind Kinder Zwangsarbeit, dem Einsatz als Soldaten, der Prostitution ausgeliefert. Sie werden sexuell missbraucht, genital verstümmelt, zwangsverheiratet, geschlagen. Sie verbringen ihre Kindheit ohne Eltern, müssen als Waisen die jüngeren Geschwister versorgen. Sie werden benachteiligt, weil sie Mädchen sind oder eine Behinderung haben.

Einem zu helfen, der in Not ist, so gut es geht, das gebietet nicht nur christliche Nächstenliebe – es ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit.

Die Menschen, die sich zum Beispiel bei Unicef engagieren, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, helfen Kindern,

  • die vom Hungertod bedroht sind – wie im Südsudan oder der Zentralafrikanischen Republik
  • die mangelernährt und medizinisch unterversorgt sind – wie in Somalia oder Nigeria
  • für die es im Bürgerkrieg am Allernötigsten fehlt – wie im Jemen
  • die, traumatisiert durch Katastrophen und Krisen, in Flüchtlingscamps leben – wie infolge Monsun in Bangladesh
  • die sich als „Straßenkinder“ durchschlagen – wie in Äthiopien oder Kambodscha
  • die Gewalt und Tod, Vertreibung und Not ausgesetzt sind – wie in Syrien
  • die, vom Impfschutz ausgeschlossen, an vermeidbaren Krankheiten sterben oder lebenslang beeinträchtigt sind – wie im Tschad
  • für die Schulbesuch nicht selbstverständlich ist – wie in Nepal
  • die als Neugeborene darum kämpfen, die ersten Wochen zu überleben – wie in Burundi oder Bhutan, wo es 21 von 1.000 Babys nicht über den ersten Lebensmonat hinaus schaffen
  • die nicht Kind sein dürfen, weil sie arbeiten müssen – wie die Mädchen in afrikanischen Ländern, die täglich stundenlang unterwegs sind, um Wasser zu holen
  • die in einem reizarmen oder gewalttätigen Umfeld aufwachsen, in dem sie nicht gefördert werden – wie in Bolivien

Einzelne können kaum etwas ausrichten, viele gemeinsam aber schon.