„Eigentlich sollte das tägliche warme Mittagessen eine Selbstverständlichkeit in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft sein. Und doch gibt es auch in einer Region wie Karlsruhe Kinder, deren Eltern den Kostenbeitrag für das Essen nicht leisten können“, beschreiben die Initiatoren des „Karlsruher Kindertischs“ die Ausgangslage, die 2008 zur Gründung des Vereins führte.

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Gemäß einer Studie erhielten 5 bis 15 Prozent der Kinder in Kindergärten und Schulen, so der „Karlsruher Kindertisch“, aufgrund der finanziell oder sozial schwierigen Situation der Eltern keine tägliche warme Mahlzeit, wie sie in Ganztagseinrichtungen und Schulen angeboten wird.

Seit fast zehn Jahren sorgt der „Karlsruher Kindertisch“ mit Kostenübernahmen oder finanziellen Zuschüssen unbürokratisch dafür, dass solche Kinder mit allen anderen an der angebotenen Gemeinschaftsverpflegung teilnehmen und zum Beispiel zum Essen in die Schulmensa gehen können.

Mittlerweile sind es über 500 Jungen und Mädchen aus 82 Schulen, Kindergärten und anderen pädagogischen Projekten und Initiativen im Raum Karlsruhe, die dank des gemeinnützigen Vereins eine warme Mahlzeit am Tag erhalten.

Die Arbeit des „Karlsruher Kindertischs“ unterstützte die Gebietskirche Süddeutschland aus dem Budget ihres Hilfswerks im Dezember 2017 mit einer Spende von 3000 Euro. „Ein Feld unseres kirchlichen Handelns ist das humanitäre Engagement“, erklärte dazu Bezirksapostel Michael Ehrich. „Über unser Hilfswerk führen wir Hilfsprojekte durch. Da wir im Inland keine eigenen sozialen Einrichtungen betreiben, ist es uns ein Anliegen, andere finanziell zu unterstützen.“