Auf den Tag genau vor 30 Jahren, am Pfingstsonntag, 22. Mai 1988, wurde in Süddeutschland, in der Kirche in Fellbach, der Gottesdienst gefeiert, in dem der langjährige Stammapostel Richard Fehr dieses höchste Amt in der Neuapostolischen Kirche antrat.

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    Stammapostel Richard Fehr (links im Bild) und Bezirksapostel Karl Kühnle

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    Die Kirche in Fellbach

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    Gottesdienst am 22. Mai 1988 in Fellbach

Zum Apostel war Richard Fehr 1980 ordiniert worden; damals war der württembergische Bezirksapostel Karl Kühnle auch Bezirksapostel für die Schweiz. (Von dieser Aufgabe wurde Bezirksapostel Kühnle wieder entlastet, als im Juni 1981 Stammapostel Hans Urwyler Apostel Fehr zum Bezirksapostel für die Schweiz setzte.)

Als Stammapostel Urwyler im Juni 1987 schwer erkrankte und nicht mehr dienen konnte, wurde Bezirksapostel Fehr im August 1987 durch Stammapostel Urwyler zum Stammapostelhelfer gesetzt. Diese Aufgabe erfüllte er, bis er dann am 3. Mai 1988 das Stammapostelamt empfing, das er am 22. Mai in der von ihm als „Schicksalskirche“ bezeichneten Kirche im Kastanienweg 5 in Fellbach offiziell antrat.

Dazu hatte Stammapostel Fehr alle Bezirksapostel, etliche Bezirksapostelhelfer und Apostel aus überseeischen Gebieten sowie alle in Europa tätigen Apostel eingeladen. So feierte er in Fellbach in Anwesenheit der 58 Apostel den Pfingstgottesdienst, der in insgesamt 921 Orte in Westeuropa übertragen wurde. (In dem Gottesdienst erfolgte auch die Ordination des ersten einheimischen Apostels für Sierra Leone, einem von Süddeutschland aus betreuten Land; das Apostelamt empfing der damalige Bezirksälteste Barda Kamba Gborie.)

Wieder in der „Schicksalskirche“ in Fellbach ordinierte Stammapostel Fehr nach rund 17 Jahren Dienens im höchsten Kirchenamt am Pfingstsonntag, 15. Mai 2005, Bezirksapostel Wilhelm Leber zum Stammapostel und ließ sich von ihm in jenem Gottesdienst in den Ruhestand setzen. (Im Pfingst-Gottesdienst 2013 erfolgte dann der nächste Wechsel im höchsten Kirchenamt, als der heutige Stammapostel Jean-Luc Schneider durch Stammapostel Leber ordiniert wurde und dieser in den Ruhestand trat.)

Was sagt der Katechismus dazu?

Von dem, was in dem 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zu den Trägern des Stammapostelamts steht, zitieren wir nachstehend:

611. Wer war der erste Stammapostel?

1881 wurde Friedrich Krebs (1832 bis 1905) aus Braunschweig (Deutschland) zum Apostel berufen. Nach dem Tod der Apostel Schwartz und Menkhoff nahm er die leitende Funktion in der Kirche ein. Die Einheit unter den Aposteln war ihm ein wichtiges Anliegen. Ab 1897 bildete sich das Stammapostelamt heraus. Friedrich Krebs war der erste Stammapostel im heutigen Sinn.

612. Welche weiteren Träger des Stammapostelamts gibt es?

  • Hermann Niehaus (1848 bis 1932, Stammapostel von 1905 bis 1930),
  • Johann Gottfried Bischoff (1871 bis 1960, Stammapostel von 1930 bis 1960),
  • Walter Schmidt (1891 bis 1981, Stammapostel von 1960 bis 1975),
  • Ernst Streckeisen (1905 bis 1978, Stammapostel von 1975 bis 1978),
  • Hans Urwyler (1925 bis 1994, Stammapostel von 1978 bis 1988),
  • Richard Fehr (1939 bis 2013, Stammapostel von 1988 bis 2005),
  • Wilhelm Leber (geboren 1947, Stammapostel von 2005 bis 2013),
  • Jean-Luc Schneider (geboren 1959, Stammapostel seit 2013).


Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.