„Wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.“ Dieses Bibelwort aus Kapitel 5, Vers 10 des Römerbriefs lag der Predigt im Gottesdienst am 6. März 2016 zugrunde.

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    Gedenken an Verstorbene bedeutet auch, für sie zu beten.

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    Die Kirche in Karlsruhe-Mitte

An jenem Sonntag feierten die Kirchengemeinden einen Gottesdienst, in dem der Verstorbenen gedacht und für sie gebetet wurde.

Mit den im Bibelwort genannten „Feinden“ verweist Paulus auf den Menschen als Sünder, der Gott fern und unerlöst ist. Die Erlösung und Versöhnung mit Gott hat Jesus Christus durch sein Opfer am Kreuz allen Menschen aller Zeiten zugänglich gemacht.

So gilt die Aufforderung der Apostel in urchristlicher und heutiger Zeit „Lasst euch versöhnen mit Gott!“ allen Menschen. Ob der Mensch noch auf Erden lebt oder sich im Jenseits befindet – es ist seine Aufgabe zu glauben, damit er Erlösung und Versöhnung mit Gott erlangt. In diesem Sinn wurde im Gottesdienst am 6. März in den Gemeinden fürbittend der Verstorbenen gedacht und nach der Feier des Heiligen Abendmahls ein besonderes Gebet für sie gesprochen.

Gottesdienst in Karlsruhe

In dem Gottesdienst, den Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, an jenem Sonntag in Karlsruhe durchführte, wurde nach der Feier des Heiligen Abendmahls dieses Sakrament auch zugunsten Verstorbener gespendet, ebenso das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung. Die Sakramente wurden stellvertretend an zwei Amtsträgern vollzogen.

Als Bibelwort für die Predigt hatte der Bezirksapostel Kapitel 14, Vers 23 aus dem Lukas-Evangelium gewählt: „Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird. “

Apostel Anatolij Budnyk aus der Ukraine – die zu den 30 Ländern des Arbeitsbereichs von Bezirksapostel Ehrich gehört –, Apostel Volker Kühnle, Leiter des süddeutschen Apostelbereichs Nürtingen, und Apostel Martin Schnaufer, Leiter des süddeutschen Apostelbereichs Freiburg/Tübingen, wurden zu einem Predigtbeitrag gerufen.

Zu diesem ersten Gottesdienst nach einer Baumaßnahme in der Kirche in Karlsruhe-Mitte, Karlstraße 57-59, waren Gemeinden aus den Kirchenbezirken Bretten und Bruchsal eingeladen. Ein großer gemischter Chor, den Sängerinnen und Sänger aus den eingeladenen Gemeinden bildeten, gestaltete die Gottesdienstfeier musikalisch mit und stimmte schon vor Beginn die große Gemeinde darauf ein.