Am Sonntag, 24. Dezember 2017, dem 4. Advent und zugleich Heilig Abend, wurde wieder eine Verkündigungssendung der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland im Hörfunkprogramm des SWR 1 (Magazin aus Religion, Kirche und Gesellschaft „SWR1 Sonntagmorgen“) ausgestrahlt.

© CinematicFilm - istockphotos.com

Passend zu Heilig Abend, macht sich der Autor Gedanken zum Schenken. Er verweist darauf, dass wir dem anderen Zeit, Gehör, Beachtung oder im schönsten Fall unser Herz schenken können. Und er spricht vom größten Geschenk, das es gibt: Gott schenkt uns in Jesus Christus sich selbst zum ewigen Leben. – „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Nachzuhören ist die Sendung vom 4. Adventssonntag, wie alle weiteren Rundfunksendungen der Gebietskirche Süddeutschland, in der Mediathek.

 

Was sagt der Katechismus dazu?

Nachstehend zitieren wir, was in dem 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zum dreieinigen Gott steht, der sich in Jesus Christus – Gott, dem Sohn – den Menschen schenkte:

51. Wer ist der dreieinige Gott?

Gott ist ein geistiges, vollkommenes, völlig unabhängiges Wesen. Er ist ewig, er ist ohne Anfang und Ende. Der eine Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Wenn von „dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist“ gesprochen wird, dann sind damit nicht drei Götter gemeint, sondern drei Personen, die der eine Gott sind.

52. Welche Wesensmerkmale Gottes kennen wir?

Menschen können Gott nicht umfassend beschreiben. Wir kennen aber Wesensmerkmale Gottes: Er ist der Eine (Einzige), der Heilige, der Allmächtige, der Ewige, der Liebende, der Gnädige, der Gerechte, der Vollkommene.

53. Was bedeutet: „Gott ist der Eine“?

Es gibt nur einen Gott. Der Glaube an den einen Gott ist grundlegendes Bekenntnis des Alten und Neuen Testaments und somit auch grundlegend für den christlichen Glauben.

54. Was bedeutet: „Gott ist der Heilige“?

Heiligkeit gehört zum Wesen Gottes, zu seinem Sein und Wirken. Heiligkeit umfasst Majestät, Unantastbarkeit, Abgeschieden-Sein vom Alltäglichen. Auch Gottes Wort und Wille sind heilig.

Die Heiligkeit Gottes heiligt den Ort, an dem er sich offenbart.

55. Was bedeutet: „Gott ist der Allmächtige“?

Gott kann alles, für ihn ist nichts unmöglich. Gottes Willen und Wirken kann niemand einschränken.

Deutlich zeigt sich in der Schöpfung, dass Gott allmächtig ist. Allein durch sein Wort ist alles geschaffen. Alles was ist, was wir Menschen sehen und auch nicht sehen können, hat er aus Nichts geschaffen. Aus seiner Allmacht wird er auch die neue Schöpfung entstehen lassen.

Zur Allmacht Gottes gehören auch seine Allwissenheit und Allgegenwart.

56. Was bedeutet: „Gott ist der Ewige“?

Gott ist ohne Anfang und ohne Ende. Zeitliche Begrenzungen gibt es für ihn nicht. Gott ist Schöpfer der Zeit und Herr über sie.

57. Was bedeutet: „Gott ist der Liebende“?

Gott zeigte sich schon im Alten Bund als der Liebende, indem er das Volk Israel erwählte und aus der Gefangenschaft in Ägypten befreite. Der gesamten Menschheit offenbarte er sich als Liebender, indem er seinen Sohn zum Heil für alle Menschen sandte.

Apostel Johannes schrieb: „Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1. Johannes 4,16).

58. Was bedeutet: „Gott ist der Gnädige“?

Gott wendet sich dem Menschen in Barmherzigkeit, Gnade, Geduld und Güte zu (Psalm 103,8). Dass Gott gnädig ist, zeigt sich vor allem daran, dass er sich des in Sünde verstrickten Menschen annimmt und Sünde vergibt. Hierzu gehört, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde.

Niemand kann sich Gottes Gnade verdienen, sie ist Geschenk.

59. Was bedeutet: „Gott ist der Gerechte“?

Alles, was Gott tut, ist recht; er macht keine Fehler. „Treu ist Gott und kein Böses an ihm,  gerecht und wahrhaftig ist er“ (5. Mose 32,4). Auf Gottes Gerechtigkeit und Verlässlichkeit kann man bauen: „Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun“ (1. Thessalonicher 5,24)

Ausdruck von Gottes Gerechtigkeit sind auch Gesetzmäßigkeiten, wie zum Beispiel, dass der Mensch erntet, was er aussät (Galater 6,7), und dass Sünde den Tod nach sich zieht (Römer 6,23).

Über allem aber steht Gottes Gnade. Auch sie ist Teil seiner Gerechtigkeit. Durch Jesus Christus kann der Sünder, der Strafe verdient hat, Gnade empfangen: Dann rechnet Gott ihm die Sünden und Verfehlungen nicht mehr an.

60. Was bedeutet: „Gott ist der Vollkommene“?

Gottes Werke sind gut, seine Wege sind richtig. Er handelt nicht aufgrund von irgendwelchen Notwendigkeiten oder Zwängen, sondern allein nach seinem vollkommenen Willen. Gott ist in seinen Entscheidungen völlig frei.

Zur Vollkommenheit Gottes gehört die Wahrheit. Bei Gott gibt es keine Lüge, keine Täuschung, keine Unsicherheit und keinen Unterschied zwischen Wollen und Tun.

Gottes Vollkommenheit kann der Mensch in Jesus Christus erfahren, denn als Einziger auf Erden war Jesus Christus in seinem Sprechen und Handeln ohne Sünde, ohne Fehler, also vollkommen.

Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.

Schlagworte katechismus rundfunk swr 1