Am Donnerstagvormittag, dem 3. Dezember 2015, ist Bischof im Ruhestand Werner Neitzke im Alter von 85 Jahren ganz plötzlich verstorben.

Am 3. Dezember 2015 verstarb Bischof i.R. Werner Neitzke

Der Bischof, ein tiefgläubiger Gottesknecht, hatte ein erfülltes Leben, das ganz im Dienste Jesu Christi stand. Mehr als 45 Jahre hat er als Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche gewirkt, davon 16 Jahre im hohen Amt eines Bischofs.

In diesem Amt wirkte er nicht nur in der Gebietskirche Süddeutschland, sondern ab dem Jahr 1985 auch in der westafrikanischen Republik Niger und ab 1993 bis zu seinem Ruhestand noch ein paar Jahre in der Ukraine. Zahlreiche Gemeinden sowohl in Niger als auch in der Ukraine wurden unter dem Wirken des Bischofs dort gegründet.

In Süddeutschland, wo er als 20-Jähriger im Jahr 1950 sein erstes kirchliches Amt – das Diakonen-Amt – empfangen hatte, diente Werner Neitzke zunächst im Raum Augsburg, in den Gemeindeämtern Priester, Gemeindeevangelist und Hirte. Im Jahr 1958 wurde er zum Bezirksevangelisten ordiniert und war seitdem überörtlich mit seelsorgerischen Aufgaben betraut. Im Jahr 1980 empfing er das Bezirksältesten-Amt und wurde als Leiter des damaligen Kirchenbezirks Augsburg-Mitte beauftragt.

Noch im selben Jahr, am 14. September 1980, ordinierte ihn Stammapostel Hans Urwyler zum Bischof. Im Gottvertrauen nahm er seinen Amtsauftrag an und unternahm, obwohl er zeitlebens auf Flugreisen und Autofahrten unter gesundheitlichen Beschwerden litt, ohne Wenn und Aber die mit seinem Amtsauftrag verbundenen Auslandsreisen. In der Wortverkündigung war Bischof Neitzke prägnant und präzise; seine klare Ausdrucksweise und seine Gottesfurcht waren den Glaubensgeschwistern eine große Hilfe und ein besonderer Segen.

Im Bischofsamt war er im Apostelbereich München in den damaligen Kirchenbezirken Augsburg-Mitte, Augsburg-Ost, Augsburg-West, Burghausen, Landshut, München-Nord und -Süd, Nördlingen und Peiting tätig, zudem von November 1982 bis August 1986 auch in Kirchenbezirken im heutigen Apostelbereich Ulm.

Der Bischof, der mit seiner offenen und humorvollen Art sehr beliebt und wertgeschätzt war, wurde altershalber durch Stammapostel Richard Fehr am 25. Februar 1996 in den Ruhestand versetzt.

Nach seiner Ruhesetzung leitete er noch viele Jahre den Seniorenchor im Kirchenbezirk Augsburg.

Trauerfeier am 12. Dezember

„Gottesfurcht und sein Vertrauen zum himmlischen Vater zeichneten unseren Bischof aus“, betonte Bezirksapostel Michael Ehrich in einer ersten Würdigung seines Wirkens in der Trauernachricht.

Die Trauerfeier wird der Bezirksapostel am Samstag, 12. Dezember 2015, in der Kirche in 86150 Augsburg, Stettenstraße 7, durchführen (Beginn: 11:00 Uhr).

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