Einer in Togo (Westafrika) tätigen AIDS-Hilfe-Organisation wurden 5.500 Euro gespendet.

Apostel Herbert Bansbach (im Bild links) übergibt die Spende an die Hilfe-Organisation in Togo

Einen Teil der Spendensumme haben Mitglieder der Kirchengemeinde Heidelberg (Apostelbereich Karlsruhe) zusammengebracht. Der Löwenanteil stammt aus dem Budget des Hilfswerks der Gebietskirche Süddeutschland, des Missionswerks, und damit ebenfalls aus Spenden, denn das Budget wird überwiegend gespeist aus Finanzmitteln der Gebietskirche, die wiederum durch Opfer und Spenden finanziert wird.

AIDS, eine Schwäche des körpereigenen Abwehrsystems, wird vom Immunschwächevirus HIV (Human Immunodeficiency Virus) verursacht. Bei einer Ansteckung mit dem HI-Virus werden die Zellen angegriffen, die für die körpereigene Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Sie können ihre Abwehrfunktion nicht mehr erfüllen und werden schließlich ganz zerstört. Wie und wann sich aus einer HIV-Infektion die zum Tod führende Erkrankung AIDS entwickelt, ist nicht vorauszusehen. Jedoch hat mittlerweile der medizinische Fortschritt zumindest in wohlhabenderen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung der HIV-infizierten Menschen bewirkt.

Im Bericht des AIDS-Programms der Vereinten Nationen von 2015 wird angegeben, HIV-infiziert seien weltweit derzeit rund 36,9 Millionen Menschen, davon lebten 70 Prozent in Afrika südlich der Sahara. AIDS ist dort immer noch eine der Haupttodesursachen. HIV/AIDS stellt eine große Herausforderung dar für das Gesundheitssystem dieser Länder und, da besonders die ökonomisch aktiven Altersgruppen zwischen 18 und 35 Jahren betroffen sind, auch für die Volkswirtschaft (Krankenstand, sinkende Produktivität, höhere Ausbildungskosten usw.). Der Einkommensausfall Erkrankter betrifft nicht nur sie selbst, sondern auch abhängige Familienmitglieder, die Kinder und die ältere Generation.

In Togo wie in anderen afrikanischen Ländern leben viele sogenannte „AIDS-Waisen“ – Kinder, deren Eltern an AIDS gestorben sind und die sich und zum Teil auch ihre jüngeren Geschwister nun ohne den Schutz und die Geborgenheit der Familie durchbringen müssen. Denn die große Zahl dieser Kinder übersteigt die Möglichkeiten der traditionellen Waisenfürsorge erheblich. Weltweit wird die alarmierende Zahl von über 15 Millionen AIDS-Waisen genannt. Und rund 2,5 Millionen von ihnen sind selbst mit dem Virus infiziert worden, während der Geburt durch das Blut der Mutter oder während der Stillphase.

AIDS-Hilfe-Organisationen in Afrika – wie das AIDS-Zentrum in Lomé in Togo, an das die Spende ging – kümmern sich um die soziale, schulische und medizinische Betreuung von AIDS-Waisen, leisten umfassende Präventions- und Aufklärungsarbeit, initiieren bzw. fördern medizinische Projekte, bilden Gesundheitsberater aus und suchen, die Lebensbedingungen von HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Menschen zu verbessern. Das AIDS-Zentrum in Lomé vermittelt AIDS-Waisen in Familien. Auch Sterbebegleitung für AIDS-Kranke wird geleistet.

So war die Freude und Dankbarkeit groß, als Apostel Herbert Bansbach, Leiter des Apostelbereichs Karlsruhe und länderverantwortlicher Apostel unter anderem für Togo, anlässlich seiner jüngsten Afrika-Reise die Spende an das AIDS-Zentrum übergab. „Mit einem herzlichen Dank der Empfänger, dem ich mich bewegten Herzens anschließe, grüße ich meine Glaubensgeschwister, die diese Spende ermöglichten“, so der Apostel.

AIDS-Hilfe-Einrichtungen wurden schon vor Langem mit Mitteln des Missionswerks unterstützt. So erhielt zum Beispiel die AIDS-Hilfe in Stuttgart vor einigen Jahren ein Fahrzeug für den Einsatz im Streetwork-Bereich und die Betreuung und Versorgung von erkrankten Personen. Der Schwerpunkt der AIDS-Hilfe-Unterstützung in afrikanischen Ländern lag auf der Förderung von Präventions- und Aufklärungsarbeit sowie der Hilfe für Kinder, die durch AIDS ihre Eltern verloren haben.

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