Dies war Thema des Jugendtags, den die Jugendlichen aus dem Apostelbereich Stuttgart am Sonntag, 21. Februar 2016, in der Kirche in Fellbach, Kastanienweg 5, erlebten.

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    Apostel Jürgen Loy führte den Gottesdienst in Fellbach durch

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    Aus allen Bezirken des Apostelbereichs Stuttgart waren Jugendliche gekommen

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    Bischof Bernd Bornhäusser

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    Die Predigt und alle Vorträge wurden in Gebärdensprache verdolmetscht

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    Das Jugendorchester umrahmte den Tag musikalisch

Apostel Jürgen Loy, der den Apostelbereich Stuttgart leitet, hatte für den Jugendtag den Gedanken von Stammapostel Jean-Luc Schneider aufgegriffen, das Jahr 2016 zum Jahr der Siege mit Christus zu machen: Böses und Gottmissfälliges mit Hilfe des Herrn überwinden und eigene Schwächen zu besiegen. Dazu mag für den einen oder anderen die Überwindung von Stolz oder von Unversöhnlichkeit gehören und für jemand anderen vielleicht, dass er den Nächsten noch nicht ganz so akzeptiert, wie dieser ist.

Das Rahmenprogramm am Jugendtag zielte darauf, wie Inklusion im Alltag gelebt werden kann. Glaubensgeschwister mit Behinderung gaben anschaulich und interessant Einblick in ihr Leben und ihre Erfahrungen im Jugendkreis, in der Gemeinde. „Volle Fahrt voraus!“, hatte ein junger Glaubensbruder, der Rollstuhlfahrer ist, seinen dynamischen Beitrag genannt. „Gelebte Inklusion – durch geöffnete Türen gehen“, hieß der Beitrag eines anderen Glaubensbruders, der ein kirchliches Amt trägt und von sich sagen kann: „… mit Behinderung mitten drin“. Eine Glaubensschwester mit Sehbehinderung zeigte in ihrem mit vielen geistreichen Bemerkungen gewürzten Part auf, dass man „den Menschen sehen“ muss.

„Ich verstehe dich“: Unter diesem Motto gaben zwei Brüder aus der Hörgeschädigtengemeinde der Gebietskirche Süddeutschland Einblick in ihre Erfahrungswelt. Beiträge des großen Jugendorchesters aus dem Apostelbereich und Vorträge in Gebärdenpoesie rundeten das eindrucksvolle Erleben ab.

Für die Predigt im Gottesdienst, dem Höhepunkt des Jugendtags, hatte der Apostel ein Bibelwort aus dem Neuen Testament gewählt, aus dem Markus-Evangelium, wo berichtet wird, wie vier Männer ihren gelähmten Freund zu Jesus brachten und dabei keine Mühen und Schwierigkeiten scheuten. Der Apostel übertrug dies aufs Geistige und den (Glaubens-)Alltag.

Demütig vor Gott bleiben, die Gnade ergreifen und beharrlich sein in den Bemühungen, mit Christus das unter die Füße zu bekommen, was dem Vorbild Jesu nicht entspricht – so können Siege mit Christus errungen werden.

Zu einem Predigtbeitrag wurden Bezirksältester Mathias Raith aus dem Kirchenbezirk Stuttgart-Ludwigsburg sowie Bischof Bernd Bornhäusser gerufen. Eine Besonderheit war, dass die annähernd 1.000 Gottesdiensteilnehmer gemeinsam den großen „Chor“ bildeten, der den Gottesdienst musikalisch mitgestaltete, und dass der gesamte Gottesdienst in die deutsche Gebärdensprache übersetzt wurde.