Am Erntedank-Sonntag wird des Schöpferseins Gottes gedacht und ihm für alles gedankt, was er in die Schöpfung hineingelegt hat.

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In den Gottesdiensten am Erntedank-Sonntag, 4. Oktober 2015, ging es im verkündigten Wort darum, sich aus der Liebe heraus Gott hinzugeben, und zwar in Wort und Tat. Lobpreis Gottes – „Frucht“ der Lippen und des Herzens – ist ein Gott wohlgefälliges Opfer. Bezirksapostel Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet, hatte als solche „Frucht“ u.a. die „Dankbarkeit gegenüber dem Herrn für alles, was er uns geschenkt hat und bis heute an uns tut“ genannt. Auch Werke der Liebe am Nächsten („praktizierte Nächstenliebe“) sind Gott wohlgefällig. So kann der Einzelne „Frucht“ bringen.

Als Bibelwort diente für die Predigt in diesen Gottesdiensten Hebräer 13,15.16: „So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“

Mit Erntegaben als sichtbare Zeichen der Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer hatten die für den Altarschmuck zuständigen Glaubensgeschwister in den meisten Kirchengebäuden in Baden-Württemberg und Bayern den Altar dekoriert. Der Altar ist der zentrale Platz im Kirchenschiff. Am Altar erfolgt die Anrufung Gottes, am Altar wendet sich der Gottesdienstleiter im Gebet an Gott, am Altar werden die Sakramente gespendet, vom Altar aus wird gepredigt und es wird der Gemeinde Gottes Segen zugesprochen.

Teils waren in den Kirchengebäuden auch Feldfrüchte, Gemüse und Obst, sowie weitere Lebensmittel platziert (insbesondere solche wie Mehl, die Naturnähe symbolisieren). Sie wurden nach dem Erntedank-Gottesdienst an bedürftige Gemeindemitglieder oder an karitative Einrichtungen wie „Die Tafeln“ verschenkt – „Frucht“ der Liebe zum Nächsten.

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