Anfang Februar hatte Stammapostel Jean-Luc Schneider, das geistliche Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, in Ulm einen Gottesdienst durchgeführt. Am letzten Februar-Wochenende 2016 stand die für den weltweit höchsten Kirchturm bekannte Stadt an der Donau wieder im Mittelpunkt: In der neuapostolischen Kirche Ulm-West, Wagnerstraße 14, kamen die leitenden Amtsträger aus ganz Süddeutschland zu zwei Gottesdiensten zusammen.

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    Bezirksapostel Michael Ehrich am Altar in der Kirche Ulm-West

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    Männerchor im Gottesdienst am Samstag

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    Am Sonntag sang ein gemischter Chor, gebildet von ...

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    ... den Sängerinnen und Sängern aus den eingeladenen Gemeinden

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    Viele nutzen die Gelegenheit für eine persönliche Verabschiedung

Der Gottesdienst am Sonntagvormittag, 28. Februar 2016, wurde mit Glaubensgeschwistern aus den Gemeinden Ulm-West, Biberach, Ehingen und Laupheim (alle Kirchenbezirk Ulm) gefeiert. Aus Platzgründen erfolgte eine Bild-Ton-Übertragung in die Kirche Ulm-Ost sowie nach Blaubeuren und Laichingen. Ein gemischter Chor, den Sängerinnen und Sänger der eingeladenen Gemeinden bildeten, gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit.

Bezirksapostel Michael Ehrich, der den Gottesdienst durchführte, legte der Predigt ein Bibelwort aus dem Neuen Testament, dem 1. Korinther-Brief, Kapitel 7, Vers 23 zugrunde: „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.“

Durch das Opfer Jesu Christi seien die sündigen Menschen aus der Knechtschaft der Sünde teuer erkauft, führte der Bezirksapostel aus und verwies darauf, dass ein Sklave, wie es im biblischen Originaltext heiße, nicht frei sei, sondern sich dem Willen seines Herrn unterordnen müsse. Der Bezirksapostel wünschte, die Gemeinde möge nicht „Sklave des Irdischen“ sein, das einen ja ganz in Beschlag zu nehmen versuche; vielmehr gelte es, „innere Kapazität“ für das Geistliche, Gottes Willen und Wirken zu haben. Dabei schlug er auch den Bogen zum Jahresmotto 2016 „Siegen mit Christus“: Mit Christi Hilfe könne dies gelingen.

Zu einem Predigtbeitrag wurden Bischof Eberhard Koch (Apostelbereich Nürtingen) und Apostel Hans-Peter Schneider (Apostelbereich Heilbronn) gerufen.

Geistliche Impulse für die leitenden Amtsträger

Am Gottesdienst, der am Samstagnachmittag, 27. Februar 2016, ebenfalls in der Kirche Ulm-West stattfand, nahmen ausschließlich die Apostel und Bischöfe sowie die Bezirksältesten und Bezirksevangelisten teil. Auch dieser Gottesdienst wurde von Bezirksapostel Michael Ehrich gehalten. Er leitet zusammen mit den Aposteln und Bischöfen die Gebietskirche, wobei jeder Apostel für einen aus mehreren Kirchenbezirken gebildeten Apostelbereich zuständig ist. Die Apostelbereiche machen miteinander das Kirchengebiet Süddeutschland aus, das Baden-Württemberg und Bayern umfasst. Die Bischöfe sind an der Seite ihres Apostels in den Kirchenbezirken tätig.

Ein Kirchenbezirk wird von mehreren Kirchengemeinden gebildet. Im Regelfall sind die Geistlichen, die zum Bezirksältesten ordiniert sind, als Vorsteher eines Kirchenbezirks und die Bezirksevangelisten als ihre Stellvertreter beauftragt.

Außer den süddeutschen Bezirksältesten und Bezirksevangelisten war ein Bezirksältester aus Kroatien zugegen, das von Süddeutschland aus betreut wird, sowie ein Bezirksevangelist, der in den ebenfalls zum Bezirksapostelbereich gehörenden Ländern am Persischen Golf arbeitet.

„Es braucht auch immer wieder geistliche Impulse“, so der Bezirksapostel, der es als ein Anliegen all dieser Amtsträger bezeichnete, miteinander „Gottesdienstgemeinschaft zu pflegen“. Als Bibelwort für die Predigt in jenem Gottesdienst nahm er die wenigen Worte aus Vers 20 von 1. Timotheus 6: „Bewahre, was dir anvertraut ist.“ Zu einem Predigtbeitrag rief er Bischof Udo Göhlmann (Apostelbereich Nürnberg) und Bischof Georg Kaltschmitt (Apostelbereich Freiburg/Tübingen).

Siehe auch "Gottesdienst mit dem Stammapostel in Ulm"