Am Mittwoch, 26. Juni 2019, wurde in der Kirche in Sindelfingen der letzte der regelmäßigen Gottesdienste in spanischer Sprache in Süddeutschland gefeiert.

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    Apostel Volker Kühnle dankte allen Amtsträgern und Geschwistern für ihren Einsatz.

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    Apostel Volker Kühnle versetzte Gemeindeevangelist Juan Cali in den Ruhestand.

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    Seit den 1960-er Jahren wurden Gottesdienste in spanischer Sprache gehalten.

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    Der "süddeutsche Spanisch-Chor" gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit.

Den Gottesdienst am 26. Juni führte Apostel Volker Kühnle durch, Leiter des Apostelbereichs Nürtingen und in der Gebietskirche Süddeutschland Gesamtbeauftragter für die verschiedenen Sprachgruppen.

In dem Gottesdienst, den der „süddeutsche Spanisch-Chor“ musikalisch mitgestaltete, trat mit Gemeindeevangelist Juan Cali der langjährige Betreuer der spanisch-/portugiesischen Sprachgruppe in den Ruhestand, der dort viel Segen gewirkt hat.

Der Apostel, der selbst schon seit dem Jahr 1983 in der seelsorgerischen Begleitung Anderssprachiger in Süddeutschland tätig ist, dankte den Amtsträgern der spanisch-/portugiesischen Sprachgruppe und allen Glaubensgeschwistern, die sich im Chor und bei weiteren Aufgaben in der Sprachgruppe mit großem Eifer und herzlicher Liebe eingebracht haben. Er warb auch um Verständnis für die Veränderung: den „Schlussakkord“ der regelmäßigen spanischen Gottesdienste in Süddeutschland, die seit den 1960er-Jahren angeboten wurden.

Weitestgehende Integration

Seit in den 1960er-Jahren sogenannte „Gastarbeiter“ aus Spanien auch nach Süddeutschland kamen, wurden für sie und dann auch für die Portugiesisch-Sprachigen regelmäßige Gottesdienste und seelsorgerische Begleitung in ihrer Muttersprache angeboten. Zwischenzeitlich hat sich der Bedarf an Gottesdiensten und Seelsorge in spanischer und portugiesischer Sprache verändert. Die betreffenden Glaubensgeschwister leben zumeist zusammen mit ihrer Familie schon seit langem hier. Ihre Kinder und Enkel sind in ihrer jeweiligen deutschen Ortsgemeinde integriert.

„Bei Bedarf, so insbesondere auch bei Sakraments- und Segenshandlungen, bieten wir aber weiterhin Predigtbeiträge oder Übersetzungen in spanischer oder portugiesischer Sprache an“, erklärte Apostel Kühnle, und bei besonderen Anlässen könnten in Abstimmung mit den Amtsträgern der betreffenden deutschen Gemeinde bzw. des Kirchenbezirks auch zweisprachige Gottesdienste gefeiert werden.