Mitte November 2018 reiste Bezirksapostel Michael Ehrich, zu dessen außereuropäischem Arbeitsbereich Länder in Westafrika gehören, nach Ghana.

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    Gottesdienst in Accra (Ghana)

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    Bezirksapostel Ehrich am Altar in Accra

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    Segenswünsche nach der Ordination

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    Hochzeit in Accra

Auf dem Reiseprogramm des Bezirksapostels stand zunächst eine Konferenz mit den Aposteln und Bischöfen aus diesem westafrikanischen Land, in der sie sich intensiv mit geistlichen Themen beschäftigten.

Der Gottesdienst, den der Bezirksapostel am Sonntag, 18. November, in der Zentralkirche in Ghanas Landeshauptstadt Accra mit rund 2500 Glaubensgeschwistern feierte, wurde durch das Fernsehen ins ganze Land übertragen.

In dem Gottesdienst traten wegen Erreichens der Altersgrenze die Bischöfe David Adjabeng und Kwabena Kyere in den Ruhestand. Auch zwölf Geistliche, die ihren Seelsorgeauftrag auf Kirchenbezirksebene erfüllt hatten – elf Bezirksälteste und ein Bezirksevangelist –, wurden wegen Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand versetzt.

Der Bezirksapostel vollzog in dem Gottesdienst auch Ordinationen: 14 Bezirksälteste und neun Bezirksevangelisten wurden ordiniert.

Am Samstag zuvor, dem 17. November, führte der Bezirksapostel ebenfalls in Accra einen Gottesdienst durch, in dem die Tochter eines der ghanaischen Apostels und ihr Ehemann den Trausegen empfingen. Im Treueversprechen vor Gott und der Gemeinde gelobten die Ehepartner, in gegenseitiger Treue einander beistehen und in Liebe miteinander den Lebensweg gehen zu wollen. Dazu empfingen sie durch den Bezirksapostel den Segen Gottes.

Was sagt der Katechismus dazu?

Von dem, was in dem 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zur Ehe ausgeführt wird, zitieren wir nachstehend:

739. Was ist die Ehe?

Die Ehe ist die Lebensgemeinschaft von Mann und Frau, die Gott unter seinen Segen stellt. Sie bildet die Grundlage für die Familie. Ihr liegt ein öffentliches Treueversprechen zugrunde, das beide Ehepartner freiwillig gegeben haben. Gegenseitige Liebe und Treue sind für das Gelingen der Ehe unerlässlich.

Die Vielehe (polygame Ehe) steht nicht in Übereinstimmung mit der christlichen Lehre und Tradition.

740. Was ist aus der Schöpfungsgeschichte zur Ehe zu entnehmen?

„Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan“ (1. Mose 1,27.28). – Beide, Mann und Frau, sind zum Ebenbild Gottes erschaffen. Unterschiedlich, aber gleichwertig stehen beide unter Gottes Segen.

Der Mensch ist auf Gemeinschaft hin angelegt; im Ehepartner haben Mann und Frau ein Gegenüber, dem sie eine Hilfe sein sollen. „Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei“ (1. Mose 2,18).

Mit der Eheschließung werden Mann und Frau zu einer Einheit zusammengefügt, die auf das ganze Leben angelegt ist: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch“ (1. Mose 2,24).

741. Welche Bedeutung hat der Ehesegen?

Der Ehesegen kann sich auf vielfältige Weise auswirken: Er stärkt die Kraft zur dauerhaften Liebe und Treue; er fördert die Bereitschaft zum Dienen, Helfen und Verstehen; er trägt dazu bei, dass Fehler verziehen werden und man sich aussöhnt. Jedoch kann sich der empfangene Segen nur dann auswirken, wenn die Ehepartner sich entsprechend verhalten.

742. Welche Bedeutung hat der christliche Glaube für den Bestand der Ehe?

Es ist erstrebenswert, dass die Ehepartner in Glaubensfragen übereinstimmen. Allerdings ist die Ausgangssituation, dass die Ehepartner Christen sind, keine Garantie für ein harmonisches Eheleben.

Insbesondere wenn ein Ehepartner einem anderen Kulturkreis, einer anderen Religion oder Konfession angehört, sollten alle Fragen eines gemeinsamen Lebens vor der Eheschließung geklärt werden.


Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.