Am Montag, 18. Februar 2019, fand in Karlsruhe der Neujahrsempfang der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland statt.

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    Neujahrsempfang am Abend des 18. Februar 2019

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    Bezirksapostel Michael Ehrich, Gastgeber am Neujahrsempfang

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    Begrüßung durch den BGV-Vorstandsvorsitzenden Heinz Ohnmacht

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    Musikalische Mitgestaltung durch ein Ensemble

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    Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, sprach ein Grußwort

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    Rund 250 Gäste nahmen teil

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    Prof. Dr. Traugott Schächtele bei seiner Ansprache

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    Festvortrag durch Dr. Wolfgang Oehler

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    Spendenübergabe an ViDia-Kliniken (v.l.: Richard Wentges, Karin Feig, Michael Ehrich)

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    Kirchenvertreter im Dialog

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    Gespräche zum Ausklang

Der Kirchenpräsident und Gastgeber am Neujahrsempfang, Bezirksapostel Michael Ehrich, konnte dazu Persönlichkeiten aus Kirche und Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Wohlfahrt willkommen heißen.

Als Repräsentant der Stadt nahm der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup teil, der auch ein Grußwort sprach. Auch Heinz Fenrich, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, und sein Vorgänger im Amt des Oberbürgermeisters, Prof. Dr. Gerhard Seiler, die beide die Ehrenbürgerschaft von Karlsruhe besitzen, waren zum Empfang gekommen.

Der Vorstandsvorsitzende der BGV Versicherungsgruppe, Heinz Ohnmacht, übernahm als „Hausherr“ die Begrüßung, denn die Veranstaltung fand im schönen Ambiente des BGV-Lichthofs statt.

Den Festvortrag hielt der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Karlsruher und württembergischen Versicherungen und heutige Aufsichtsratsvorsitzende der Karlsruher Lebensversicherung, Dr. Wolfgang Oehler. In seinem lebhaften Vortrag – mit vielen Bildern und kleinen Videosequenzen – gab er Einblick in die Diakonie in der Neuapostolischen Kirche am Beispiel der humanitären Unterstützung von Schwesterkirchen in Westafrika. Er selbst reist im Auftrag des Bezirksapostels regelmäßig dorthin.

Ein Instrumentalensemble – Musikerinnen und Musiker aus Kirchengemeinden im Raum Karlsruhe – gestaltete mit exquisiten Vorträgen das abwechslungsreiche, ansprechende Veranstaltungsprogramm mit.

Unter den Ehrengästen waren u.a. der Präsident der IHK Karlsruhe, Wolfgang Grenke, und  der Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, Joachim Wohlfeil, sowie zahlreiche Vertreter anderer Kirchen und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK). So hielt der Prälat für den Kirchenkreis Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden, Prof. Dr. Traugott Schächtele, in zweifacher Funktion eine Ansprache: in Vertretung des verhinderten Landesbischofs der evangelischen Kirche in Baden, Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, und als der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Baden-Württemberg.

Sich am Evangelium orientieren

Mit anderen Christen verbunden sind neuapostolische Christen durch die altkirchlichen Bekenntnisse und die Wassertaufe, denn – so der Bezirksapostel in seiner Begrüßungsansprache – „über Konfessionsgrenzen hinweg verbindet uns die Überzeugung, dass mit der rite vollzogenen Wassertaufe der Täufling, bildlich gesprochen, in den Leib Christi eingefügt wird. Jesus Christus ist unser Herr, unser gemeinsames Haupt.“ Von daher sei es auch neuapostolischen Christen ein Anliegen, im ökumenischen Verbund das Gemeinsame zu fördern.

Der Bezirksapostel unterstrich: „Bei den Herausforderungen, denen sich gerade bekennende Christen gegenübersehen, ist es wichtig, zusammenzustehen und zusammenzuwirken.“ Dies beinhalte, die Maßstäbe und Forderungen des Evangeliums in der Gesellschaft deutlich zu machen und sich selbst ernsthaft daran zu orientieren.

Als Beispiel nannte er, den Schwachen beizustehen, also soziale Teilhabe aller zu fördern. Er appellierte auch, dazu beizutragen, dass in der Gesellschaft ein Klima gegenseitigen Respekts und Vertrauens gedeihe. Dies gelte auch für Werte wie Achtung vor dem Leben, Friedfertigkeit im sozialen Miteinander und Akzeptanz derer, die anders dächten und empfänden. Letztlich, so der Bezirksapostel, „ist das Evangelium ‚Impulsgeber‘ für unsere abendländischen Wertvorstellungen. In Artikel 1 unseres Grundgesetzes“ – den er sinngemäß zitierte – „bildet sich dies ab.“

Tätige Nächstenliebe

Beim Neujahrsempfang sprach der Bezirksapostel im Zusammenhang mit den Maßstäben und Forderungen des Evangeliums auch vom helfenden Handeln für andere. „Wir sprechen von ‚tätiger Nächstenliebe‘, wenn wir uneigennützige konkrete Hilfe meinen. Der Nächste kann gemäß dem Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter jeder Mensch sein, der in Not ist und dem wir beistehen können.“

Dem hohen Anspruch des Evangeliums gerecht zu werden, gelinge nicht immer. „Doch viele gläubige Christen unterschiedlicher Konfessionen engagieren sich; sie treten für das Evangelium ein, das Nächstenliebe als Grundelement christlichen Lebens beinhaltet. Sie begegnen dem Nächsten auch mit ganz praktischer Unterstützung.“

Er informierte, dass auch die Gebietskirche Süddeutschland im Rahmen ihrer Möglichkeiten und ihres Auftrags als Institution hilft, das Gemeinwohl zu fördern. Sie ist so ein integrativer Bestandteil der Gesellschaft.

Spende für die ViDia-Kliniken

Die früheren St. Vincentius-Kliniken und das Diakonissenkrankenhaus – die beide auf Basis des christlichen Glaubens vor über 150 Jahren gegründet worden waren – sind zu den ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe fusioniert. In ihrem Handeln sehen sie sich der christlichen Nächstenliebe verpflichtet. Zugunsten der ViDia-Kliniken übergab der Bezirksapostel an Richard Wentges, den ViDia-Vorstandsvorsitzenden, und Karin Feig von ViDia eine Spende in Höhe von 25.000 Euro.

Die Spende ist aus dem Budget von „human aktiv“, dem Hilfswerk der Gebietskirche Süddeutschland. Sie wird für ein Kompetenzzentrum im sogen. Neuen Vincenz der ViDia-Kliniken verwendet, in dem Altersmedizin und Orthopädie, Wirbelsäulentherapie sowie Sport-und Unfallmedizin gebündelt werden, und hilft, die nicht durch Land und Krankenkassen gegenfinanzierten Positionen im Neuen Vincenz zu sichern. Damit trägt die Spende dazu bei, geriatrische Patienten der Region Karlsruhe und darüber hinaus bezüglich Orthopädie und Unfallmedizin noch besser zu versorgen.

„Ein wunderbarer Abend mit bewegenden Worten, freundlichen Menschen und einer angenehmen Atmosphäre! Wir sind ergriffen von der Spendensumme und möchten uns herzlich bedanken. Es ist schön zu sehen, wie viel Kraft die Gemeinschaft in der Neuapostolischen Kirche hat und wie viele Menschen über den Glauben zusammenfinden und Dinge bewegen“, dankte Karin Feig im Namen der ViDia-Kliniken.