Nach einer Baumaßnahme wurde die Kirche in der Viktor-von-Scheffel-Straße 3 in Stockach wieder bezogen.

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Die im Jahr 1958 geweihte Kirche ist gottesdienstliche Versammlungsstätte und – mit den Nebenräumen – auch Gemeindehaus für die im Jahr 2015 zusammengeführten Kirchengemeinden Stockach und Bodman-Ludwigshafen (Kirchenbezirk Tuttlingen).

Den Festgottesdienst zum Wiederbezug feierte die Gemeinde am 1. September 2016 mit dem Leiter des Apostelbereichs Freiburg/Tübingen, Apostel Martin Schnaufer. Dazu war auch die Gemeinde Meersburg eingeladen, die ebenfalls zum Bezirk Tuttlingen gehört.

Für die Predigt legte der Apostel ein Bibelwort aus dem Neuen Testament zugrunde, Römer 14, Vers 19: „Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.“ Dieses Wort möge der Gemeinde als Impuls für die Zukunft in der renovierten Kirche dienen, so der Apostel. Er betonte, jedes Gemeindemitglied solle sich seiner Verantwortung bewusst sein, um zum Frieden in der Gemeinde beizutragen. Und er führte aus, dass der Frieden zunächst im eigenen Herzen geschaffen sein muss, damit er in die Gemeinschaft eingebracht werden könne.

Die Sängerinnen und Sänger des Gemeindechors (Leitung: Thorsten Lauer) gestalteten den Gottesdienst mit ihren Vorträgen musikalisch mit.

Zur weiteren Wortverkündigung wurde der Leiter des Kirchenbezirks Tuttlingen, Bezirksältester Kurt Fuchs, gerufen.

Den ersten Sonntagsgottesdienst im renovierten Kirchengebäude feierte die Gemeinde am 4. September 2016 mit Gästen, Freunden, Bekannten und Nachbarn. Im Anschluss an den Gottesdienst standen beim Tag der offenen Tür bis zum Abend die Räumlichkeiten zur Besichtigung offen. Im Rahmen dieses Tags wurde die Terrasse eingeweiht und es gab eine Diavorführung mit Fotos aus der Umbauzeit.

Baumaßnahme mit viel Eigenleistung der Gemeinde

In den sieben Monaten, die diese Baumaßnahme dauerte, wurde das Kirchengebäude renoviert und insbesondere sicherheitstechnisch den heutigen Erfordernissen angepasst. Bei der Baumaßnahme, die als reduzierte Maßnahme mit gedeckeltem Budget angesetzt war, erbrachten Gemeindemitglieder viel Eigenleistung, in enger Zusammenarbeit mit den beauftragten Fachfirmen und der Abteilung Bau/Unterhalt der Verwaltung der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland.

Im bedeutendsten Raum des Gebäudes, dem Kirchenschiff, ist der Altar der zentrale Bereich. Hier werden die Sakramente gespendet; von hier aus erfolgt auch die Wortverkündigung. Der Altar wurde bei der Baumaßnahme neu gestaltet. Elemente aus Holz – das sich farblich optimal in die bestehende Altarrückwand einfügt – und schwarzem poliertem Stein machen die unterschiedlichen gottesdienstlichen Handlungen, die am Altar erfolgen, optisch deutlich: Auf die Steinelemente des Altars werden die Abendmahlsgefäße platziert (das Heilige Abendmahl wird in Form einer mit Wein beträufelten Hostie dargereicht), das Holzelement signalisiert den Ort der Wortverkündigung.

Den Glaubenden ist die Gottesdienstteilnahme wichtig, und so freuen sich gehbehinderte Gottesdiensteilnehmer, dass Veränderungen in Richtung Barrierefreiheit erzielt werden konnten, auch wenn die Architektur des Kirchengebäudes nicht behindertengerecht ist. So gibt es nun beispielsweise eine Behindertentoilette. Für diejenigen, die die Treppen ins Obergeschoss – wo sich das Kirchenschiff befindet – nicht bewältigen können, wurde eine TV-Liveübertragung ins Erdgeschoss eingerichtet.

Technisch wurde das Elektro-Akustiksystem erneuert, mittels dem hörgeschädigte Gottesdienstbesucher die Predigt mitverfolgen können.

Außer dem Kirchenschiff mit 80 Sitzplätzen gibt es drei weitere Räume: die Sakristei sowie zwei Nebenräume. Sie können für die kirchlichen Unterrichte genutzt werden. Dies ist zum einen die parallel zum Sonntagsgottesdienst stattfindende Sonntagsschule, ein überwiegend an Grundschüler/-innen gerichtetes Angebot, die altersgemäß mit dem Wirken Gottes vertraut gemacht werden. Zum anderen die sogenannte Vorsonntagsschule, in der Vorschulkinder ab drei Jahren spielerisch und kindgerecht an christliches Glaubensgut herangeführt werden. Auch der kirchliche Religionsunterricht und der Konfirmandenunterricht können in den Nebenräumen stattfinden.

Da die Kirche auch für das Gemeindeleben im Sinne eines Gemeindehauses genutzt wird, wurden die Nebenräume offener und einladender gestaltet. Die Erweiterung der Teeküche ermöglicht nun die Nutzung auch für andere Gemeindeaktivitäten, beispielsweise für Zusammenkünfte nach dem Gottesdienst, Seniorennachmittage mit Kaffee und Kuchen, Jugendtreffen und Gemeindefeste – bei schönem Wetter nun auch auf der neu eingerichteten Terrasse. Auch die Gartenanlage wurde neu bepflanzt.

Die Projektleitung hatte Heinz Pfäffle von der Abteilung Bau/Unterhalt der Kirchenverwaltung der Gebietskirche Süddeutschland übernommen.