Seit 1. Januar 2019 gilt ein neuer Vertrag zum Bezug von Heizöl für die Kirchengebäude in Süddeutschland.

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Anders als historische Kirchengebäude anderer christlicher Kirchen, die nicht oder nur zum Teil geheizt werden können, haben die neuapostolischen Kirchen – die auch nicht ausschließlich Sakralgebäude, sondern mit ihren Nebenräumen überdies Gemeindehaus sind – eine Heizung. Seit jeher wird bei winterlichen Temperaturen zu den kirchlichen Veranstaltungen geheizt.

Dabei haben die Kirchengebäude, die in den letzten 15 bis 20 Jahren in Baden-Württemberg und Bayern geweiht oder umgebaut wurden, im Regelfall eine Heizung mit Gas-Brennwert-Kessel oder es wird, je nach lokaler Situation, erneuerbare Energie eingesetzt (Geothermie, Wärmepumpen …). Denn in der Gebietskirche Süddeutschland wird beim Bau auf Nachhaltigkeit auch in ökologischer Hinsicht geachtet.

Dennoch werden jedes Jahr nahezu eine Million Liter Heizöl für die Kirchengebäude in Süddeutschland benötigt. „Im Dezember 2018 konnte nun ein Zwei-Jahres-Vertrag für den Bezug von klimaneutralem Heizöl abgeschlossen werden“, freut sich Bezirksevangelist Lothar Heim vom Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum (VDZ) der süddeutschen Gebietskirche, der u.a. die Dienstleistungsgruppe „Einkauf“ leitet und für solche Verträge zuständig ist.

Klimaneutrales Heizöl – geht das überhaupt? „Indirekt ja“, sagt Bezirksevangelist Heim und erklärt: „Bei der Verbrennung von Heizöl entstehen unvermeidlich 2,8 kg CO2 pro Liter. Durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten können die entstandenen CO2-Emissionen kompensiert werden. Das heißt, entsprechend der Menge des verkauften Heizöls und des CO2-Ausstoßes der Tankfahrzeuge, die das Heizöl zum Verbraucher transportieren, werden die kalkulatorisch bei der Heizöl-Verbrennung entstehenden CO2-Emissionen durch die unterstützten nachhaltigen Projekte wieder ausgeglichen.“

Der Heizöl-Lieferant kompensiert die CO2-Emission durch den Kauf von Zertifikaten, die ein Biomasseprojekt in Chile und eine Biogasproduktion in Honduras unter der Hoheit der Vereinten Nationen unterstützen. Damit ist der Lieferant der Gebietskirche Süddeutschland eines der ersten Unternehmen in dieser Branche, das seine Emissionen nach dem Kyoto-Protokoll freiwillig vollständig kompensiert und eines der ersten Unternehmen, das seinen Kunden das „klimaneutrale Premium-Heizöl“ anbietet.

Das von der Gebietskirche Süddeutschland bezogene Produkt „Premium-Heizöl“ hat das Siegel „Klimaneutrales Produkt“. Damit passt der Bezug dieses Produkts zur Konzeption „sorgsam handeln“, die vor einigen Jahren im Hinblick auf umweltbewusstes, nachhaltiges Handeln in der Gebietskirche Süddeutschland initiiert wurde, als sich Bezirksevangelist Heim und weitere Mitarbeiter/-innen des VDZ über die vielen, in die Kirchengemeinden hineinreichenden Aspekte der Schöpfungsbewahrung mit Vertretern anderer Kirchen austauschten. Die ersten Projekte der Konzeption „sorgsam handeln“ galten vor allem dem Energieverbrauch.

Lesen Sie in dem Zusammenhang auch unseren Bericht „Kirche setzt weiterhin auf Ökostrom“.