„Echte Schätze“, so heißen Projekte der Stiftung „Hänsel und Gretel“ in Karlsruhe. An die Stiftung übergab der Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, am 27. März eine Spende in Höhe von 23.400 Euro.

Bezirksapostel Michael Ehrich und Jerome Braun (li.) von „Hänsel und Gretel“

Die Spende ist aus dem Budget des Hilfswerks der Gebietskirche, „human aktiv“. Sie dient ganz gezielt der Förderung der „Echte-Schätze“-Projekte, die insbesondere in Kindertagesstätten verwirklicht werden, um kindgerecht und praxisnah Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren vor sexuellem Missbrauch zu stärken.

„Kindertagesstätten sind für Kinder die erste Sozialisationsinstanz außerhalb der Familie. Sie sind besonders geeignet, den Schutz vor sexuellem Missbrauch und sexuellen Grenzverletzungen zu verbessern“, erklärt die Stiftung „Hänsel und Gretel“ in der Projektbeschreibung.

Eingesetzt werden bei den „Echte-Schätze“-Projekten sogenannte Starke-Kinder-Kisten, die vom Kieler „Petze-Institut – Prävention vor sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch“ entwickelt wurden und auf den Elementarbereich zugeschnitten sind. Damit und mit den weiteren Elementen des Konzepts „Echte Schätze“ können Kita-Fachkräfte mit den Vorschulkindern spielerisch Präventionsbotschaften erarbeiten.

Im Vorfeld erfolgt eine intensive Schulung des betr. Kita-Teams zum Thema und zum Einsatz der Materialien durch die Karlsruher Beratungsstellen (psychologische Beratungsstelle des Landratsamts, Kinderbüro der Stadt, Sozial- und Jugendbehörde – Abt. Kindertageseinrichtung, Fachberatungsstelle „AllerleiRauh“).

Im Landkreis Karlsruhe seien bereits 13 „Starke-Kinder-Kisten“ im Einsatz, informierte Jerome Braun, Geschäftsführer der Stiftung, der die Spende entgegennahm.

Engagement zugunsten von Kindern

Die Stiftung „Hänsel und Gretel“ engagiert sich mit unterschiedlichen Projekten zum Schutz von Kindern und Heranwachsenden, und so erhält sie seit einigen Jahren immer wieder finanzielle Unterstützung durch das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, zuletzt im Dezember 2018.

Die Präventionsprojekte der Stiftung passen bestens zur Konzeption „Achtsamkeit“, die in der Gebietskirche Süddeutschland gilt und Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen für den achtsamen Umgang mit Kindern und Jugendlichen einschließlich der Prävention vor Grenzüberschreitungen und (sexualisierter) Gewalt enthält.

Neben dem Jahresförderschwerpunkt (2019 familienentlastende Dienste) werden durch „human aktiv“ hierzulande vorrangig Einrichtungen finanziell gefördert, die sich der Begleitung und Unterstützung von Kindern verschrieben haben – wie das christliche Kinder- und Jugendhilfswerk „Arche“ in München –, und die sich zum Schutz von Kindern vor Gewalt, Grenzverletzungen und Übergriffen oder dem Schutz vor Vernachlässigung und Verwahrlosung engagieren.