Für die Jahre 2019 bis 2021 ist gesichert, dass alle Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche in Deutschland auch weiterhin mit Ökostrom versorgt werden.

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Dies gewährleistet ein neuer Abschluss der Strom- und Heizgas-Lieferverträge für die neuapostolischen Gebietskirchen in Deutschland, die unter Federführung der Gebietskirche Süddeutschland zustande kamen.

Der Meilenstein, der damit wieder gesetzt werden konnte, betrifft 1.900 Strom-Anschluss-Stellen – mit 5,7 Millionen Kilowattstunden Strom – sowie 1.100 Gas-Anschluss-Stellen mit 55 Millionen Kilowattstunden Gas. „Trotz gestiegener Strompreise und einer Drei-Jahres-Bindung – die uns Haushaltssicherheit bietet – können wir in dem Laufzeitbereich noch einmal eine sechsstellige Summe Euro einsparen im Vergleich zum Niveau der aktuellen Verträge“, so Bezirksevangelist Lothar Heim vom Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum (VDZ) der süddeutschen Gebietskirche, der die europäische „Dienstleistungsgruppe Einkauf“ leitet.

Schon in den Vorjahren konnte die „Dienstleistungsgruppe Einkauf“ insbesondere durch Bündelung und Synergie-Effekte erhebliche Einsparungen erzielen. Auch die Lieferverträge der vorherigen Jahre beinhalteten die Versorgung aller Kirchengebäude mit Ökostrom.

„Ökologische Ökumene“

„Wir können weiter mit Grünstrom unsere Gebäude versorgen, ohne Kostenaufschlag“, freut sich Lothar Heim und erklärt: „Mit der HKD haben wir einen Partner, der wie ein Stadtwerk agiert und neben evangelischen Landeskirchen und Diözesen nun auch die neuapostolischen Kirchen mit Energie versorgt.“

Die HKD – Handelsgesellschaft der Kirchen in Deutschland – versorgt nicht nur seit Jahren kirchliche Einrichtungen mit maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen, sondern auch Kommunen sowie Einrichtungen im Sozial- und Pflegebereich. Dieser Partner, der nach eigener Aussage die christlichen Werte wie Ehrlichkeit, Offenheit und Respekt vor dem Nächsten lebt, bietet auch einen guten Service, sodass der betreffende administrative Prozess in den Kirchenverwaltungen weiter vereinfacht werden kann.

Kontakte mit anderen Kirchen hinsichtlich nachhaltigem, ökologischem Handeln hatte die Gebietskirche Süddeutschland bereits vor einigen Jahren, insbesondere als die Konzeption „sorgsam handeln“ initiiert wurde und sich Mitarbeiter des VDZ über die vielen, in die Kirchengemeinden hineinreichenden Aspekte der Schöpfungsbewahrung z.B. mit Vertretern des „Grünen Gockels“ Baden-Württemberg austauschten. Der „Grüne Gockel“, ursprünglich in der evangelischen Landeskirche Württemberg angesiedelt, kümmert sich um umweltbewusstes, nachhaltiges Handeln in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen – auch in Kooperation mit anderen Denominationen – und initiiert Projekte und Maßnahmen insbesondere zum Energie- und Wasserverbrauch.

Sorgsam handeln

Die Konzeption „sorgsam handeln“ betrifft, kurz gesagt, alle Facetten des verantwortungsvollen Umgangs mit der Schöpfung. „Gott hat sie erschaffen und uns Menschen anvertraut. Wir sind nicht die Eigentümer, sondern wir sind dazu aufgerufen, sorgsam mit ihr umzugehen und sie zu erhalten, damit die nachfolgenden Generationen, wenn sich nicht vorher Christi Wiederkunft ereignet, die Schöpfung nutzen und ein lebenswertes Umfeld haben können.“ Mit diesen Worten wies Bezirksapostel Michael Ehrich, Präsident der Gebietskirche Süddeutschland, in der April-Ausgabe 2017 des von ihm herausgegebenen Magazins „Südinfos“ auf den erklärenden Artikel zur Konzeption „sorgsam handeln“ hin (Ausgabe 30, S. 12 und 13).

Darin heißt es u.a.:

„Es liegt in der Verantwortung und Entscheidung des Einzelnen, ob er sein Leben in der Nachfolge Jesu Christi führt und bestrebt ist, sich nach dem Willen Gottes auszurichten. Und es ist ebenso auch unsere persönliche Entscheidung, ob und wie weit wir durch unsere Lebensweise umweltschonend und das Leben und den Lebensraum wertschätzend handeln.

Dazu braucht es Informationen und Handlungsmöglichkeiten. So achtet vielleicht der eine sehr darauf, Müll möglichst zu vermeiden bzw. im Blick auf Wiederverwertbares zu trennen. Der andere ist vielleicht konsequent bezüglich Verpackungsmaterial, weil er weiß, dass weltweit viele Millionen Tonnen Plastikmüll anfallen (Verrottungsdauer: 500 Jahre) und dass Partikel von Plastiktüten im Wasser unzählige Meerestiere töten. So mancher bemüht sich, so gut es geht klimafreundlich zu leben, also nicht viel an CO2-Emissionen zu verursachen. Dies betrifft zum Beispiel den Strom- und Heizungsverbrauch, Fortbewegung, Transport und Reisen, aber auch das Konsumverhalten und die Essgewohnheiten. Bei Nahrungsmitteln beispielsweise ist frisch meist umweltschonender als verarbeitet, lokal oder regional, sofern es einigermaßen frisch geerntet ist, klimafreundlicher als von weit her transportiert und weniger Fleisch ist bei der Ökobilanz deutlich besser als viel Fleisch.“

Der gesamte Artikel findet sich in der Mediathek, wo alle „Südinfos“ publiziert sind.