Mit einem feierlichen Abendgottesdienst wurde die 1985 erbaute Kirche Karlsruhe-Süd im Stadtteil Oberreut, Wilhelm-Leuschner-Straße 13, nach einer umfassenden Renovierung und Modernisierung wieder ihrer Bestimmung zugeführt. Sie ist nun die gottesdienstliche Versammlungsstätte der 2014 gegründeten Kirchengemeinde Karlsruhe-Süd, zu der die bisherigen Kirchengemeinden Daxlanden, Durmersheim, Oberreut und Rheinstetten-Forchheim (Kirchenbezirk Karlsruhe 2) zusammengeführt worden sind.

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Den Gottesdienst führte Bezirksapostel Michael Ehrich am 2. Dezember 2015 durch. Aus der Bibel verwendete er für die Predigt Apostelgeschichte 4,31: „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüll und redeten das Wort Gottes mit Freimut.“ Der Bezirksapostel sprach davon, die Gemeinde sei dazu aufgerufen, im Gebet und im Ablegen eines Zeugnisses des Evangeliums in Wort und Wandel wie zur Zeit der ersten Christen zu handeln. „Wir dürfen uns nicht damit zufrieden geben, Nutznießer oder Beobachter zu sein“, meinte er.

Apostel Herbert Bansbach, Leiter des Apostelbereichs Karlsruhe, zu dem der Kirchenbezirk Karlsruhe 2 gehört, wurde zu einem Predigtbeitrag gerufen.

Ein gemischter Chor sorgte mit seinen Liedvorträgen für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

Das Gebäude

In rund achtmonatiger Bauzeit wurde das Gebäude mit seinen 4.096 m³ Rauminhalt renoviert und modernisiert. Da es bisher nur bedingt behindertengerecht war, wurde ein Aufzug eingebaut, der von der Parkplatzebene aus das Erdgeschoss und das Untergeschoss anbindet. Technisch wurde die elektrische Anlage überholt, die Elektro-Akustik erneuert und das gesamten Kirchengebäude mit neuen Leuchten versehen – es erfolgte eine nahezu durchgängige Ausrüstung mit stromsparenden LED-Leuchten.

Außen wie innen wirkt das Gebäude durch die neue helle Farbgebung einladend, freundlich und licht. Viel Wert wurde bei der Renovierung auf den Kirchensaal gelegt, der sich nun seiner Bestimmung gemäß als sakraler Höhepunkt des Gebäudes präsentiert. Eine grundlegende Veränderung im Kirchensaal war die Verlegung des Orgelspieltisches auf die Empore. Dies hat den Vorteil, dass einerseits der Orgelspieler näher an der Orgel sitzt und andererseits auf dem Altarpodest mehr Platz ist, z.B. für ein Orchester. Im Zuge dieser Maßnahme wurde die zweimanualige Pfeifenorgel, die am angestammten Platz blieb, überarbeitet und um zwei Register erweitert.

Die beiden Räume für die kirchlichen Unterrichte, wie zum Beispiel Sonntagsschule und Konfirmandenunterricht, wurden aufgewertet; sie sind jetzt koppelbar und mit einer Akustikdecke versehen. So können sie im Sinne eines Gemeindehauses auch für andere Gemeindeaktivitäten genutzt werden. Die bereits bestehende Teeküche wurde mit Mobiliar und Geräten aus der Küche der Kirche Daxlanden ergänzt.

Mit der Projektleitung war Architekt Volker Seeger von der Abteilung Bau / Unterhalt der Verwaltung der Gebietskirche Süddeutschland betraut. Für Planung und Bauleitung zeichnet die AGP Generalplaner GmbH, Karlsruhe, verantwortlich.