In einem Festakt wurde am Sonntag, 21. Februar 2016, die umgestaltete und modernisierte Kirche in Hechingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Die im Jahr 1960 geweihte Kirche im Wielandweg 1 am Schlossberg dient heute als Versammlungsstätte der zusammengeführten Gemeinden Bodelshausen und Hechingen.

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    Das modernisierte Kirchengebäude im Wielandweg in Hechingen

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    Blick in den modernisierten Sakralraum

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    Der Altar ist der zentrale Ort im Sakralraum

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    Die neue Orgel

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    Auch das Foyer und die Nebenräume wurden umgestaltet

Im Jahr 1975 hatte man das Gebäude mit einem Anbau erweitert. Bei der nun durchgeführten 12-monatigen Baumaßnahme wurde es umgestaltet und technisch modernisiert. Den Gottesdienst zum Wiederbezug feierte die Gemeinde am 14. Februar 2016 mit Bischof Georg Kaltschmitt, der an der Seite von Apostel Martin Schnaufer für den Arbeitsbereich Tübingen zuständig ist. Als Bibelwort verwendete er Psalm 27, Vers 4: „Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu betrachten.“

Der Bischof nahm auch am Festakt teil. „Der heutige Tag soll einer des besonderen Dankes sein“, appellierte er im Hinblick auf beschädigte und zerstörte christliche Kirchen und den Fakt, dass sich nicht überall auf der Welt Gläubige in eine Kirche versammeln können. Sein Dank galt jedoch auch allen an der Baumaßnahme Beteiligten sowie den Kirchenmitgliedern, die mit ihren Spenden und Opfern die Neu- und Umbauten und den Kirchenunterhalt ermöglichen (die Neuapostolische Kirche beansprucht keine Staatszuschüsse).

Der Gemeindechor und das Orchester des Kirchenbezirks Albstadt, zu dem die Gemeinde Hechingen gehört, gestalteten den Festakt musikalisch. Auch die neue Orgel war zu hören.

Neugestalteter Sakralraum

Hell, freundlich und einladend wirkt das modernisierte Gebäude, das mit den umgestalteten Nebenräumen im Sinne eines Gemeindehauses nun besser nutzbar ist. Für die Planung und Bauleitung wurde Architekt Adolf Bühler (Reutlingen) beauftragt; die Projektleitung hatten Heinz Pfäffle und Lothar Hägele von der Abteilung Bau/Unterhalt der Gebietskirche inne.

Ein Schwerpunkt bei der Modernisierung war die Neugestaltung des Sakralraums. Insbesondere erhöht die neue künstlerische Gestaltung der Fenster (Künstler: Kurt Entenmann, Korb) den sakralen Charakter des Raumes, in dem ein ursprünglich vorhandenes schmales, hohes Fensterband an der Wand hinter dem Altar wieder geöffnet und zudem zwei Fenster in der Raumrückwand eingebaut wurden.

Der Altar ist der zentrale Bereich im Sakralraum: Hier werden die Sakramente gespendet. Von hier aus erfolgt auch die Wortverkündigung im Gottesdienst: Ihr liegt ein Bibelwort zugrunde, das der Geistliche, inspiriert vom Heiligen Geist, in freier Rede entfaltet, ohne Manuskript. Der Altar wurde neu gestaltet und mit einer ausdrucksstark strukturierten Steinplatte verkleidet.

Die Rückwand des Sakralraums zum Foyer wurde geöffnet und großzügig verglast. Die Wand- und Fußbodenbeläge sind erneuert, und die Deckenverkleidung ist nun hell und glatt gestaltet, was zur einladenden offenen Atmosphäre im Sakralraum beiträgt.

Zweimanualige Pfeifenorgel eingebaut

Infolge des Einbaus einer neuen zweimanualigen Pfeifenorgel können die Gottesdienste musikalisch noch feierlicher mitgestaltet werden.

Das von der Orgelbaufirma Andreas Offner (Kissing) gebaute Instrument hat 256 Holz- und Metall-Pfeifen. Es ist eine „Serienorgel“: das dritte in einer Anzahl gleicher Instrumente, die in verschiedene kleinere Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland in jüngster Zeit eingebaut wurden bzw. noch eingebaut werden sollen.

Vielseitig nutzbare Nebenräume

Bei der Umgestaltungsmaßnahme wurde auch das Foyer des Kirchengebäudes großzügiger gestaltet und ist nun transparenter. Die Sakristei wurde verlegt, sie befindet sich nun im Untergeschoss. Der Raum, der bisher als Sakristei diente, kann so als Kinderraum genutzt werden. Die Nebenräume wurden verändert und aufgewertet. Sie dienen als Unterrichtsraum für die Sonntagsschule, den Religionsunterricht und den Konfirmandenunterricht und können auch im Sinne eines Gemeindehauses für andere Gemeindeaktivitäten genutzt werden, beispielsweise für die regelmäßigen Zusammenkünfte der Jugendlichen oder der Senioren. Die Vorsonntagsschule, in der Vorschulkinder ab drei Jahren spielerisch und kindgerecht an christliches Glaubensgut herangeführt werden, und die Sonntagsschule, zu der die Grundschüler eingeladen sind, können durch die komfortable Raumsituation parallel zum Gottesdienst am Sonntagvormittag stattfinden.

Technisch wurde das Elektro-Akustiksystem erneuert, mittels dem hörgeschädigte Gottesdienstbesucher die Predigt mitverfolgen können und das auch eine Übertragung in die Nebenräume ermöglicht. Nahezu das gesamte Kirchengebäude wurde mit neuen Leuchten versehen – es erfolgte eine durchgängige Ausrüstung mit energiesparenden LED-Leuchten.

Auch die Außenanlage erfuhr eine Umgestaltung: Mit den teils vorhandenen Natursteinen und offenen Pflasterbelägen wurde der Parkplatz terrassiert und neu gestaltet. Die Flächen sind dadurch ebener und der Aufenthaltsbereich am stufenlosen Zugang zum Kirchengebäude besser nutzbar. Aus ökologischen Gründen haben alle Pflasterbeläge Sickerfugen, so nicht das gesamte Regenwasser abfließt, sondern teils versickern kann.

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