Nach rund einjähriger Umgestaltungszeit konnte die Kirche in der Kaiserstraße 74 in Fürth wieder in den Dienst gestellt werden.

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    Das neu gestaltete Kirchenschiff in der Kirche in Fürth

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    Apostel Dieter Prause führt den Gottesdienst zum Wiederbezug durch

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    Blick in das Kirchenschiff

Einen besonders schönen Anfang nahm das neue Kirchenjahr, das am ersten Adventssonntag, 27. November 2016, begonnen hat, für die Gemeindemitglieder in Fürth: Sie feierten mit Apostel Dieter Prause den Gottesdienst zum 1. Advent und zum Wiederbezug der umgestalteten Kirche.

Bevor der Apostel das Weihegebet sprach, richtete er einige Worte an die Festgemeinde und wies darauf hin, die Kirche – Stätte der Anbetung Gottes, Stätte der Begegnung mit Gott im Gottesdienst – sei auch die Stätte, an der die Vorbereitung auf die verheißene Wiederkunft Jesu Christi erfolge. Und wie die Kirche nach der Umgestaltung in neuer Schönheit erstrahle, finde durch Gottes Wirken eine Erneuerung des Menschen statt (Tit 3,5).

Der Predigt legte der Apostel das für den Gottesdienst am 1. Advent vorgesehene Bibelwort aus 2. Korinther 1,20 zugrunde: „Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.“

Neben den Gemeindemitgliedern und geladenen Seelsorgern aus dem Kirchenbezirk Nürnberg-West nahmen als Ehrengäste Fürths 2. Bürgermeister Markus Braun sowie Vertreter des beauftragten Architekturbüros und der an der Umgestaltung beteiligten Firmen am Gottesdienst teil.

Mit Planung und Bauleitung der Baumaßnahme war das Architekturbüro „umarchitekt“ (Bamberg) beauftragt, das Projektmanagement lag bei der Abteilung Bau/Unterhalt des Verwaltungs- und Dienstleistungszentrums der Gebietskirche Süddeutschland.

Zur Umgestaltung der Kirche

Die Kirche wurde 1957 errichtet und bei der jetzigen Baumaßnahme umfassend renoviert und den heutigen Erfordernissen angepasst. So gibt es nun beispielsweise einen barrierefreien Zugang zum Gebäude, und durch einen nun eingebauten Aufzug können auch die einzelnen Geschosse barrierefrei erreicht werden.

Den Glaubenden ist die Gottesdienstteilnahme wichtig, und so freuen sich gehbehinderte Gottesdiensteilnehmer und Familien, die einen Kinderwagen dabei haben, dass die Kirche nun barrierefrei gemacht wurde. Im Erdgeschoss wurde eine Behindertentoilette eingebaut. Technisch ist das Elektro-Akustiksystem erneuert worden, mittels dem hörgeschädigte Gottesdienstbesucher die Predigt mitverfolgen können.

Im bedeutendsten Raum der Kirche, dem Kirchenschiff, ist der Altar der zentrale Bereich. Hier werden die Sakramente gespendet; von hier aus erfolgt auch die Verkündigung des Evangeliums. Der Altarbereich wurde bei der Baumaßnahme neu gestaltet: Die Pfeifenorgel wurde von ihrem bisherigen Platz hinter dem Altar auf die Empore verlegt, und so konnte nun eine freistehende Altarrückwand eingebaut werden, auf der das christliche Kreuz angebracht ist.

Der Altar selbst besteht aus Eiche; durch die Gestaltung mit einem Mittelteil und Seitenteilen werden die unterschiedlichen gottesdienstlichen Handlungen, die am Altar erfolgen, auch optisch deutlich: Der Altar ist Opfertisch, auf den Seitenteilen werden die Abendmahlsgefäße platziert, in denen sich die Hostien befinden (die Elemente Brot und Wein des Heiligen Abendmahles werden in Form einer mit Wein beträufelten Hostie dargereicht). Der Mittelteil signalisiert den Ort der Wortverkündigung (es gibt keine Kanzel). Die Wortverkündigung nimmt im neuapostolischen Gottesdienst breiten Raum ein. Sie erfolgt in freier Rede, ohne Manuskript, und ist nach neuapostolischer Glaubensüberzeugung vom Heiligen Geist erweckt.

Außer dem Kirchenschiff mit Empore, das insgesamt Sitzplätze für 250 Gottesdiensteilnehmer bietet, gibt es drei weitere Räume: die Sakristei sowie zwei Nebenräume. Der größere der Nebenräume wird beispielsweise für die Sonntagsschule genutzt, ein parallel zum Sonntagsgottesdienst stattfindendes und überwiegend an Grundschüler/-innen gerichtetes Angebot, die altersgemäß mit dem Wirken Gottes vertraut gemacht werden. Im kleineren Nebenraum findet die sogenannte Vorsonntagsschule statt, in der Vorschulkinder ab drei Jahren spielerisch und kindgerecht an den Glauben herangeführt werden.

Durch eine flexible Wand können die beiden Nebenräume verbunden werden, sodass ein großer Raum entsteht, der für andere Gemeindeaktivitäten – wie Zusammenkünfte nach dem Gottesdienst, Jugendveranstaltungen oder Seniorentreffen – genutzt werden kann.