Der Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch und Gewalt hat große Bedeutung. „Dem wichtigen Ziel der Prävention vor Missbrauch hat sich auch die Neuapostolische Kirche Süddeutschland verschrieben“, erklärte Bezirksapostel Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet. Die Kirche werde alle ihre Möglichkeiten nutzen, damit Kinder dauerhaft Schutz hätten.

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    Bezirksapostel Ehrich (rechts im Bild) bei der Spendenübergabe an "Hänsel und Gretel"

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    Bei Konzerten in Ulm und Laupheim kamen insgesamt 5.000 Euro zusammen, ...

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    ... die an den Verein "Ulms kleine Spatzen" e.V. überreicht wurden.

30.000 Euro für „Hänsel und Gretel“

Über ihr Hilfswerk, das Missionswerk, unterstützt die Gebietskirche Süddeutschland auch finanziell Einrichtungen, die sich den Schutz und die Begleitung von Kindern auf die Fahne geschrieben haben. So übergab der Bezirksapostel, der auch Erster Vorsitzender im Vorstand des Missionswerks ist, am 14. Dezember 2015 der in Karlsruhe ansässigen Stiftung „Hänsel und Gretel“ eine Spende in Höhe von 30.000 Euro.

Mit den Begriffen „Hilfe, Schutz, Aufmerksamkeit“ fasst die Stiftung ihr Anliegen, das „Kinderbewusstsein in Deutschland zu fördern“, in drei Schlagworten zusammen. „Damit Kinder nicht verloren gehen, wollen wir alle Erwachsenen in die Pflicht nehmen, kinderbewusst zu denken und zu handeln“, heißt es dazu weiter. Die Stiftung fördert bzw. betreibt dazu unterschiedliche Projekte. Dass sie mit ihren Projekten „Echt Schätze!“ (Zielgruppe: Kindergarten-/Vorschulkinder) und „Echt Klasse!“ (Zielgruppe: Schulkinder) das wichtige Ziel der Prävention verfolge, verdiene große Anerkennung, so der Bezirksapostel. „Nachdem wir der Stiftung Ende letzten Jahres eine Spende von 10.000 Euro überreichen konnten, freue ich mich, auch heute mit einer Spende ein Zeichen unserer Anerkennung und Wertschätzung Ihrer Arbeit zu setzen“, meinte er bei der Spendenübergabe.

Auch das Projekt „Notinsel“, das Kindern in der Öffentlichkeit sichere Zufluchtsorte bietet, sei zu begrüßen. Ausgehend von dem Gedanken, dass auf Kinder in der Öffentlichkeit viele Gefahren lauern, hat die Stiftung „Hänsel und Gretel“ dieses Projekt initiiert. Dazu wird erklärt: „Gewalt von großen an kleinen Kindern, die Diskriminierung von Schwächeren, der Handyklau und Mobbing sind weit verbreitet. An 226 Standorten deutschlandweit signalisieren ca. 20.000 Geschäfte, die das ‚Notinsel‘-Symbol an der Tür tragen, den Kindern: ‚Wo wir sind, bist du sicher!‘“

Mehr Informationen zur Stiftung „Hänsel und Gretel“ erhalten Sie hier.

5.000 Euro für „Ulms kleine Spatzen“

Der gemeinnützige Verein „Ulms kleine Spatzen“ e.V. setzt sich seit 2012 für Kinder und Jugendliche in und um Ulm ein, die sich in einer Notlage befinden. Er stärkt, fördert und schützt benachteiligte Kinder, damit diese sich trotzdem gut entwickeln können. Dies geschieht zum einen durch direkte und schnelle Hilfe, aber beispielsweise auch durch gemeinsame Freizeitaktivitäten. Überdies unterstützt der Verein Einrichtungen, die Projekte zum Schutz von Kindern und Jugendlichen betreiben. So wird das Projekt „Klaro“ der psychologischen Beratungsstelle des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm unterstützt, das Kindern und Familien nach Gewalterfahrungen hilft. Auch das Projekt „Hau ab, du Angst“ wird gefördert, das Grundschulkinder kindgerecht durch ein Theaterstück über die Gefahr des sexuellen Missbrauchs informiert.

Zugunsten von „Ulms kleinen Spatzen“ hatten der gemischte Chor der neuapostolischen Gemeinde Ulm-West und der Kinderchor des Kirchenbezirks Ulm Ende Oktober zwei Benefizkonzerte gegeben – 5.000 Euro Spendensumme kamen zusammen. Die Spendenübergabe war am 5. Dezember 2015.

Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Übergriffen, Missbrauch und Gewalt

In der Gebietskirche Süddeutschland gab der Bezirksapostel bereits vor einigen Jahren in einem der sogenannten „Elternbriefe“ den Erziehenden, kirchlichen Lehrkräften und Amtsträgern Informationen und Leitlinien zur Missbrauchs-Prävention (Elternbrief 12 vom Januar 2008).

Mitte 2015 wurden die ersten Bausteine einer umfassenden Konzeption umgesetzt, die zum Ziel hat, Kinder und Jugendliche vor Grenzüberschreitungen zu schützen, insbesondere vor sexuellen Übergriffen und Missbrauch. Die Konzeption „Achtsamkeit“ sieht unterschiedliche Maßnahmen zum dauerhaften Schutz der Kinder und Jugendlichen vor. Dazu braucht es auch aufmerksame und informierte Erwachsene, die achtsam handeln und ggf. auch fachkompetente Unterstützung einholen. So sollen die kirchlichen Lehrkräfte (Sonntagsschule, Religionsunterricht, Konfirmandenunterricht), Amtsträger und weitere Kirchenmitglieder, die mit speziellen Aufgaben betraut sind („Funktionsträger“), entsprechend sensibilisiert und informiert werden.