Seit über 20 Jahren gibt es die Gepflogenheit, am zweiten Sonntag im Dezember Kerzen zum Gedenken an verstorbene Kinder und Jugendliche anzuzünden.

Eltern, weitere Familienangehörige und Freunde gedenken an diesem Adventssonntag – 2019 also am 8. Dezember – besonders ihrer verstorbenen Kinder, Geschwister, Enkel, Freunde. Als Symbol stellen sie Kerzen ans Fenster und zünden sie abends um 19 Uhr an. Von daher kommt die Bezeichnung „Worldwide Candle Lighting“, denn wenn die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie andernorts entzündet, und so geht eine Lichterwelle um die Welt.

Auch an „Sternenkinder“ – Kinder, die vor oder kurz nach der Geburt gestorben sind – wird mit dieser Gepflogenheit erinnert.

Dies geschieht nicht nur zur Erinnerung an die verstorbenen Kinder, sondern auch im Gedanken der Hoffnung, dass es für die betroffenen Eltern, Familienangehörigen und Freunde vor Trauer nicht dunkel bleiben muss.

Zusätzlich kann dieser Gedenktag dafür sensibilisieren, dass weltweit Kinder sterben, die mit entsprechender Unterstützung hätten leben können, und dass es gilt, sich um die Unterstützung notleidender Kinder zu kümmern.

Kampf gegen Kindersterblichkeit

Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kindersterblichkeit starben, so ein im September 2019 publizierter Bericht von Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, im vergangenen Jahr weltweit über fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren.

Besonders gefährdet sind Neugeborene. Als die häufigsten Todesursachen für Kinder unter fünf Jahren nennt Unicef Komplikationen infolge einer Frühgeburt oder bei der Geburt, Lungenentzündung, Durchfall, Säuglingssepsis und Malaria. Aber auch Mangelernährung spielt eine große Rolle. Die schlechtesten Überlebenschancen haben Kinder in der sogenannten Subsahara-Region in Afrika und auch in Südasien.

Zusätzlich sind nach den neuesten verfügbaren Daten weltweit etwa eine Million Jungen und Mädchen im Alter zwischen fünf und 14 Jahren gestorben – meist infolge von Unfällen und nicht-übertragbaren Krankheiten.

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