Am Sonntag, 2. Juli 2017, gedachten die neuapostolischen Christen im Gottesdienst der Verstorbenen. Denn die Botschaft vom Heil in Jesus Christus, das allen Menschen gilt, reicht nach neuapostolischer Glaubenslehre über das irdische Dasein hinaus: Heil in Jesus Christus kann auch nach dem leiblichen Tod erlangt werden.

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So waren in allen Gemeinden die Gottesdienste am ersten Sonntag im Juli vom fürbittenden Gedenken an Verstorbene geprägt. Gemäß dem Bibelwort, das der Predigt zugrunde lag und in dem das Bild des Hirten verwendet ist – aus dem Alten Testament, Hesekiel 34,12 –, stand Jesus Christus als der Hirte aller, der Lebenden und Toten, im Mittelpunkt: Allen gilt Jesu Christi Heilsangebot.

Im Gottesdienst wurde fürbittend der Seelen in der jenseitigen Welt gedacht, die Jesus Christus noch nicht kennen, dass ihnen Zugang zum Heil zuteilwerden möge und sie in die „Herde“ Christi eingefügt werden möchten.

Gemäß der Praxis in den urchristlichen Gemeinden, wo Lebende für Tote getauft wurden (siehe 1. Korinther 15,29), werden auch in der Neuapostolischen Kirche für Verstorbene Sakramente gespendet: Sind der Stammapostel – höchster Geistlicher der Kirche – oder die Bezirksapostel in den Gottesdiensten, in denen der Verstorbenen gedacht wird, Gottesdienstleiter, spenden sie auch die Sakramente für Verstorbene. Die Sakramentsspendung wird stellvertretend an zwei Geistlichen vollzogen. Dreimal jährlich, jeweils am ersten Sonntag im März, Juli und November, finden solche Gottesdienste statt.

Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, war eingeladen, den Stammapostel zum Gottesdienst am Sonntag, 2. Juli, nach Kenia zu begleiten. Daher feierte in seinem Auftrag der süddeutsche Apostel Dieter Prause den Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene mit Sakramentsspendung. Die weiteren Apostel aus Süddeutschland waren in dem Gottesdienst dabei, der in Sindelfingen stattfand.