Am Donnerstag, 4. Juli 2019, fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Hilfswerks der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland „human aktiv“ statt.

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    Bildung bietet Chancen für ein besseres Leben. Foto: Riccardo Mayer

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    In Sebeta in Äthiopien finanziert das Hilfswerk eine Schule. Foto: privat

Bezirksapostel Michael Ehrich, Vorsitzender im Vorstand des Hilfswerks der von ihm geleiteten Gebietskirche, hatte zur Mitgliederversammlung ins Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum in Stuttgart eingeladen.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Jahresbericht des Vorstands, die Wahl der Vorstandsmitglieder und die Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2020. Auch gab es einen Beschluss zur Beauftragung des Wirtschaftsprüfers.

Bildungsangebote – Chance für ein besseres Leben

Ein Vertreter der Jörg-Wolff-Stiftung informierte über ein Pilotprojekt, das in dem westafrikanischen Land Sierra Leone in diesem Jahr und im westafrikanischen Land Benin im kommenden Jahr beginnen soll. Das Pilotprojekt ist ein Bildungsprojekt; es trägt den Titel „Teacher Training Scholarships“ – es geht um die Ausbildungsförderung von Lehrerinnen und Lehrern in diesen  Ländern, die beide eine niedrige Alphabetisierungsrate haben. Das Projekt hat nachhaltige Wirkung in der Bevölkerung und verschafft talentierten Jugendlichen eine Berufsperspektive. Ein bedeutender Aspekt ist auch, dass dadurch Frauen Zugang zu höherer Bildung bekommen.

Bildungsmöglichkeiten und damit die Chance auf ein besseres Leben bietet das Hilfswerk der Gebietskirche Süddeutschland seit vielen Jahren beispielsweise Mädchen und Jungen in Äthiopien, wo über eine Partnerorganisation in Sebeta (Zebetah) eine Schule unterhalten wird. Sie wird hauptsächlich von sogenannten Straßenkindern besucht, die sich ohne Familie und Grundversorgung an Nahrung, Kleidung und Medizin, obdachlos und zumeist unterernährt und der Gewalt auf der Straße ausgeliefert, durchschlagen mussten.

„Wir wollen mithelfen, Bildungsangebote für junge Menschen in afrikanischen Ländern zu fördern“, war der einhellige Tenor in der Mitgliederversammlung.

Mit der Jörg-Wolff-Stiftung, die in Westafrika Entwicklungshilfe-Projekte unterstützt und zum Beispiel in Sierra Leone rund 30 Schulen errichten ließ, kooperiert „human aktiv“ bereits bei einem Hungerhilfe-Projekt: Unter dem Motto „hungry and needy“ erhalten kranke, behinderte und benachteiligte Menschen, darunter Waisen- und Straßenkinder, in den Ländern Elfenbeinküste, Guinea, Liberia und Sierra Leone Nahrungsmittel sowie auch Medikamente und Hygieneartikel. Die Verteilung der Hilfen erfolgt durch Beauftragte vor Ort.

Bei der Jahrestagung 2019 wurde auch ein kurzer Einblick in die Präsentation von „human aktiv“ beim Internationalen Jugendtag 2019 (IJT) gegeben, der vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 in Düsseldorf stattfand. Das süddeutsche Hilfswerk hatte – zusammen mit weiteren Hilfswerken der Neuapostolischen Kirche – am IJT in der „Halle der Begegnungen“ einen Präsentationsstand. Dort erfolgte auch die offizielle Spendenübergabe zur Hilfe für hungernde Menschen im Südsudan (wir berichteten).

Das Hilfswerk „human aktiv“ ist die Nachfolgeinstitution des 1993 gegründeten „Missionswerks“ und ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Stuttgart, der ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Inland und Ausland verfolgt. Informationen über seine Arbeit im In- und Ausland – darunter die Förderung von Bildungs- und Gesundheitsprojekten in Ost- und Westafrika – sind auf der Homepage von „human aktiv“ publiziert.