Millionen neuapostolische Christen auf der ganzen Welt haben am Pfingstsonntag, 24. Mai 2015, den Gottesdienst miteinander erlebt, den Stammapostel Jean-Luc Schneider in Afrika durchführte.

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    Das Pfingstfest 2015 wurde im "National Heroes Stadium" in Lusaka (Sambia) gefeiert

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    Stammapostel Jean-Luc Schneider predigte zu dem Bibelwort aus Offenbarung 22, 17a

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Die Gottesdienst-Übertragung aus Lusaka, der Hauptstadt von Sambia, erfolgte via Satellit, Glasfaserkabel und Rundfunksender. In Süddeutschland feierten die Glaubenden in rund 380 Kirchengebäuden, die für den Satelliten-Empfang ausgerüstet sind, den Pfingstgottesdienst mit.

Um die 70.000 Gottesdienst-Besucher hatten sich im „National Heroes Stadium“ versammelt, um am Gottesdienst live dabeizusein. Ein Bibelwort aus dem Buch der Offenbarung – Kapitel 22, Vers 17a – diente als Grundlage der Predigt des Stammapostels, der der höchste Geistliche in der Neuapostolischen Kirche ist und den Petrusdienst versieht: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm!“

Alle Bezirksapostel – Leiter einer oder mehrerer neuapostolische Gebietskirchen – sowie alle in Afrika lebenden Apostel nahmen an dem Gottesdienst teil. Zu einem Predigtbeitrag bat der Stammapostel, der in englischer Sprache predigte, Bezirksapostel Noël Barnes aus Südafrika, Bezirksapostel Tshitshi Thisekedi aus Kongo-Südost und Bezirksapostel Michael Ehrich aus Süddeutschland.

Die Bibellesung erfolgte aus Joel 3,1.2 und Epheser 3,14-21.

Am heutigen Festtag rufe der Heilige Geist der Gemeinde zu: „Kommt zu Gott! Vor ihm ist Freude die Fülle!“ (vgl. Psalm 16,11), so der Stammapostel. Die Botschaft der Predigt war, den Aufruf des Heiligen Geistes zu erwidern.

Als eine Frucht des Heiligen Geistes nannte der Stammapostel die Liebe. Sie rege zum Beispiel an, den Nächsten anzunehmen, wie er ist, und eine versöhnliche Herzenseinstellung zu haben. „Komm, wie immer du bist! Gott hat dir vergeben – und wir auch“.

Die Glaubenden richten ihr Leben darauf aus, bereit zu sein, wenn sich die Verheißung erfüllt, dass Jesus Christus wiederkommt – die Aussicht, mit ihm vereint zu werden, erfüllt sie mit Freude. Das Sehnen nach der Gemeinschaft mit ihm prägt auch ihre Gebete, sie bitten: „Komm“!

Übersetzung in 25 Sprachen, Übertragung in über 100 Länder

Am Altar wurde Satz für Satz in die Landessprache Nyanja übersetzt. Weitere Dolmetscher übersetzten simultan in Kabinen für die anwesenden Gottesdienst Besucher sowie zur Übermittlung nach Frankfurt in die Sprachen Deutsch, Französisch, Kiswahili, Portugiesisch und Spanisch.

Ein Broadcast-Provider aus Südafrika war beauftragt, das Geschehen mit Kameras und Mikrofonen aufzunehmen und zusammen mit den Übersetzungen via Satellit nach Deutschland in den kircheneigenen Bischoff-Verlag in Frankfurt am Main zu senden. Hier wurde in zusätzliche 18 Sprachen übersetzt, sodass in insgesamt 25 Sprachen die Gläubigen in mehr als 100 Ländern die Wortverkündigung und die Gebete miterlebten.

Wegen der Zeitverschiebung wurde der Gottesdienst für die Kirchengemeinden in Amerika aufgezeichnet; die Aufzeichnung wird ihnen zu einem späteren Zeitpunkt zugänglich gemacht. Gemeinden in Südostasien sowie einzelne Länder in Afrika und weitere, die nicht via Satellit erreichbar waren, konnten per Internet den Gottesdienst mitverfolgen.

Dass Gottesdienste übertragen werden, ist in der Neuapostolischen Kirche nicht ungewöhnlich. So wurde der letztjährige Pfingstgottesdienst, den ebenfalls Stammapostel Jean-Luc Schneider durchführte, mit rund 47.000 Teilnehmern im Olympiastadion in München gefeiert – anlässlich des Internationalen Kirchentags 2014 – und auch in Tausende neuapostolische Gemeinden in über 100 Ländern übertragen: Auch die zentrale Pfingstfeier 2014 konnten somit Millionen Glaubende in aller Welt miterleben.

Bereits 1946 fand die erste Tonübertragung statt: von Reutlingen (Süddeutschland) aus, damals über das Telefonnetz.

Apostelversammlungen und Pfingstkonzert

Im Vorfeld des Pfingstgottesdienstes 2015 fanden in Sambia Apostelversammlungen statt, die von denjenigen Bezirksaposteln geleitet wurden, zu deren Arbeitsbereich eines oder mehrere afrikanische Länder gehören. Dies betraf auch Bezirksapostel Michael Ehrich, den Präsidenten der Gebietskirche Süddeutschland: In seinem afrikanischen Arbeitsbereich wirken derzeit 33 in Afrika lebende Apostel. Zudem gab es am Pfingstsamstag eine gemeinsame Apostelversammlung, die der Stammapostel leitete und an der alle Bezirksapostel, Bezirksapostelhelfer und die Apostel aus Afrika teilnahmen.

Ein Pfingstkonzert, dem ebenfalls alle anwesenden Bezirksapostel und Apostel beiwohnten, wurde in der Zentralkirche in Lusaka veranstaltet.

Berichte zu Pfingsten 2015 sind auf der Website der Neuapostolischen Kirche International zu finden sowie im internationalen Nachrichtenmagazin der Kirche nac.today.

Fotos: NAK International