Die Neuapostolische Kirche ist nun Mitglied im „Rat der Religionen“ in Stuttgart.

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    Die neuapostolische Kirche in Stuttgart-Bad Cannstatt

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    Besichtigung der Kirche in Bad Cannstatt

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    Bei der Sitzung des "Rats der Religionen"

Die Aufnahme der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland als Mitglied im „Rat der Religionen“ in Stuttgart erfolgte am 13. September 2018.

Die Sitzung des „Rates der Religionen“ an diesem Tag fand in der neuapostolischen Kirche in Stuttgart-Bad Cannstatt, Dennerstraße 104, statt. Als Vertreter der Neuapostolischen Kirche nahm Apostel Jürgen Loy teil, der den Apostelbereich Stuttgart leitet, zu dem auch die Kirchengemeinden in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gehören.

Der katholische Stadtdekan Msgr. Dr. Christian Hermes, der die Sitzung leitete, sprach von der Bedeutung des interreligiösen Dialogs, in Achtung und gegenseitigem Respekt. Als „Gastgeschenk“ an die Neuapostolische Kirche – der „Rat der Religionen“ tagt alternierend in Räumlichkeiten von Ratsmitgliedern – gab es Honig von „Frommen Bienen“, die auf dem Dach des Hauses der Katholischen Kirche inmitten der Stadt wohnen und fleißig arbeiten.

Für ein friedliches, tolerantes Miteinander

Der „Rat der Religionen“ hat das erklärte Ziel, „Kontakt, Verständnis und Dialog der Religionen in Stuttgart untereinander und mit der Stadtgesellschaft zu fördern und zu pflegen sowie gemeinsam interessierende Themen zu beraten und Positionen dazu abzustimmen“. Er setzt sich für die Religionsfreiheit im Sinne des Art. 4 Grundgesetz ein und gibt Stellungnahmen zu Angelegenheiten von (inter-)religiöser Bedeutung ab.

Neben der Neuapostolischen Kirche wurden drei weitere Religionsgemeinschaften in den „Rat der Religionen“ aufgenommen; Mitglied sind nun 20 Religionsgemeinschaften.

Bürgermeister Dr. Martin Schairer, der als beauftragter Vertreter des Oberbürgermeisters dabei war – er ist ständiges beratendes Mitglied im „Rat der Religionen“ –, erwähnte eine „besondere Integrationsleistung“: In Stuttgart leben Menschen aus 170 Nationen, und es sind hier 120 Religionen vertreten, darunter alle großen Weltreligionen. Sie bildeten einen wichtigen Teil des kulturellen Lebens in Stuttgart. Der Bürgermeister bekräftigte, dass sich Stuttgart durch ein friedvolles, tolerantes Miteinander auszeichne.

In diesem Jahr wird der ""Rat der Religionen" den Volkstrauertag am 18. November mitgestalten. Auch ist geplant, einen Atlas der Religionen in Stuttgart zu erstellen.