Brief 18 der Reihe „Im Blickpunkt: Erziehung“ wurde an die Gemeinden in Süddeutschland ausgeliefert.

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Der Brief richtet sich an alle Erziehenden sowie an die Amtsträger und die Lehrkräfte der kirchlichen Unterrichte, soll aber auch an weitere daran interessierte Kirchenmitglieder ausgeteilt werden.

Der Brief mit dem Titel „Wer und wie ist Gott?“ enthält grundsätzliche Aussagen zum Gottesverständnis neuapostolischer Christen und gibt Impulse, wie Gott Kindern nahegebracht werden kann. Damit behandelt er ein Thema, das – so Bezirksapostel Michael Ehrich in seinem Begleitschreiben an die Gemeindevorsteher – „für uns eine große Bedeutung hat“.

Erstmals sind, informierte der Bezirksapostel, im Brief bei den Fallbeispielen, in denen konkrete Alltagssituationen zum Thema geschildert werden, dazu Hinweise, Erläuterungen und Lösungsansätze aufgenommen worden, die in früheren Briefen der Besprechung im Gesprächskreis vorbehalten waren. Der Bezirksapostel informierte auch über die Thematik des nächsten Briefs: der Beschäftigung mit oft gestellten Fragen, die Segen, Gottes Hilfe, Zulassungen und Leid betreffen.

Die Briefe der Reihe „Im Blickpunkt: Erziehung“ (frühere Bezeichnung: „Elternbrief“) werden von der Kirchenleitung der Gebietskirche Süddeutschland – dem Bezirksapostel – herausgegeben und der Zielgruppe kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Briefe sind auch alle in der Mediathek eingestellt.

Was sagt der Katechismus dazu?

Von dem, was in dem 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zum Glauben an Gott ausgeführt wird, zitieren wir nachstehend:

1. Wo ist der Ursprung des Glaubens an Gott?

Der Ursprung des Glaubens ist in Gott selbst. Er gibt sich den Menschen zu erkennen: Er „offenbart“ sich.

Das Wissen, dass Gott ist, hat also Gott selbst den Menschen geschenkt. Gott verbirgt sich nicht, sondern lässt sich von den Menschen erkennen, so dass die Menschen von Gott reden und an Gott glauben können.

2. Wie offenbart sich Gott?

Gott offenbart sich auf unterschiedliche Weise, in der Natur und in der Geschichte.

4. Wie zeigt sich Gott in der Geschichte?

Gott zeigt sich in der Geschichte der Menschen. So führte er beispielsweise das Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten und gab ihm die Zehn Gebote. Die größte Offenbarung Gottes in der Geschichte war, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde und auf Erden wirkte. Er lebte vor 2.000 Jahren. In Jesus Christus offenbarte sich Gott als Erlöser.

8. Gibt es weitere Erkenntnisse über göttliches Handeln?

Ja, durch das Wirken des Heiligen Geistes im Apostelamt werden Erkenntnisse und Einsichten über das Handeln Gottes zum Heil der Menschen geschenkt. In der Bibel sind diese angedeutet und werden durch den Heiligen Geist weiter enthüllt.

9. Wie soll sich der Mensch gegenüber Gottes Offenbarungen verhalten?

Der Mensch soll an Gott und seine Offenbarungen glauben. Nur durch den Glauben kann der Mensch die göttlichen Offenbarungen erfassen. Wenn er glaubt, wird Göttliches für ihn wertvoll und bestimmend für sein Leben.

Für jemand, der nicht an Gott als den Schöpfer glaubt, ist beispielsweise das Weltall kein Werk Gottes, in dem sich der Schöpfer zu erkennen gibt, sondern Ergebnis zufälliger Prozesse in der Natur.

10. Was verstehen wir unter Glauben als Antwort auf Gottes Offenbarungen?

Glaube ist unerlässlich, um in die Nähe Gottes zu kommen. Dabei ist Glaube nicht etwas, was der Mensch aus sich selbst vollbringt. Glaube ist eine Gnadenerweisung Gottes, also ein Geschenk. Nach diesem Geschenk soll der Mensch Verlangen haben und er soll es annehmen. Der Glaube führt dazu, dass der Mensch Gott erkennt, auf Gott vertraut und sein Leben nach dem Willen Gottes gestaltet.

11. Wie gelangt der Mensch zum Glauben?

Der Glaube wird durch den Heiligen Geist geschenkt und gestärkt. Dies geschieht unter anderem durch die Predigt des Evangeliums auf der Grundlage der Heiligen Schrift.

Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.

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