Am Sonntag, 11. Februar 2018, wurde wieder eine 15-minütige Sendung der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland im Hörfunkprogramm „Bayern 2“ ausgestrahlt.

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Diese Sendung im Hörfunkprogramm „Bayern 2“ („Positionen“) des Bayerischen Rundfunks sowie alle weiteren von der Gebietskirche verantworteten Rundfunksendungen können in der Mediathek nachgehört werden.

Jubiläum: Kirchengebäude in Kempten-Süd

In der Sendung am Sonntagmorgen, 11. Februar, ging es auch um die Kirche in Kempten-Süd. Sie ist eine der wenigen unter den über 650 Kirchen, die der Gebietskirche Süddeutschland gehören, welche den Status „Baudenkmal“ haben oder denkmalgeschützt sind. Geweiht wurde die Kirche in Kempten-Süd in einem Gottesdienst vor 90 Jahren, am 26. Februar 1928, durch Bezirksapostel Karl Gutbrod. Dieses Jubiläum nahm das Rundfunkteam zum Anlass, über das stattliche Gebäude in der Immenstädter Straße 28 zu berichten.

Die Anfänge bei den Versammlungsstätten in Kempten waren, wie ganz allgemein in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche in Bayern und Baden-Württemberg, recht bescheiden. Die Gemeinden versammelten sich zunächst in Privatwohnungen oder gemieteten Räumlichkeiten. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts durfte die Kirche dann eigene Gebäude errichten, allerdings infolge behördlicher Vorgaben oft auf Hinterhof-Grundstücken. Dies war beispielsweise bei der ersten eigenen Kirche in Stuttgart der Fall, die in der Rosenbergstraße errichtet und 1905 geweiht wurde. Einige Jahre später konnten die Kirchen an der Straßenfront errichtet werden, was Einfluss auf die Architektur hatte – damit einher ging die Entwicklung hin zum Sakralbau.

Finanziert wurde der Kirchenbau und -unterhalt seit jeher aus Eigenmitteln der Gebietskirche; dies gilt bis heute.

Was sagt der Katechismus dazu?

Was in dem 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zu „Kirche“ als Gebäude ausgeführt wird, zitieren wir nachstehend:

365. Was bedeutet „Kirche“ allgemein?

Der Begriff „Kirche“ hat im allgemeinen Sprachgebrauch drei unterschiedliche Bedeutungen. Man meint damit zum einen ein christliches Gotteshaus (z. B. die Dorfkirche), in dem sich die Gläubigen zum Gottesdienst versammeln. In einer weiteren Bedeutung wird mit „Kirche“ die Gemeinde in einem Ort bezeichnet. Außerdem wird unter „Kirche“ eine christliche Gemeinschaft (Denomination) verstanden, zum Beispiel die Neuapostolische Kirche oder die Katholische Kirche.

673. Was geschieht bei der Weihe eines Kirchengebäudes?

Ein Kirchengebäude wird anlässlich des ersten Gottesdienstes seiner Bestimmung übergeben. Im Weihegebet wird es im Namen des dreieinigen Gottes zur Offenbarungsstätte des Heiligen Geistes geweiht, also zu dem Ort, an dem Gottes Wort verkündigt wird und die Sakramente gespendet werden.

Die geweihte Kirche ist ein Raum der Anbetung Gottes und auch ein Zufluchtsort für Heil suchende Menschen. Hier werden göttliche Gnade und Trost, Stärkung des Glaubens und Seelenfrieden in den Gottesdiensten angeboten.

674. Was geschieht bei der Entwidmung eines Kirchengebäudes?

Wird eine geweihte Kirche nicht mehr für Gottesdienste genutzt, wird sie entwidmet: Im letzten Gottesdienst wird die in der Weihe vorgenommene Bestimmung des Kirchengebäudes als heilige Stätte göttlichen Wirkens aufgehoben. Nach der Entwidmung ist die vormalige Kirche wieder ein gewöhnliches Gebäude, das einer anderen Verwendung zugeführt werden kann.

Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.