Den zweiten diesjährigen Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene feierten die Kirchengemeinden am Sonntag, am 7. Juli 2019.

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„Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing eine lange Predigt an.“ Dieses Bibelwort aus dem Markus-Evangelium – Kapitel 6, Vers 34 – bildete die Grundlage für die Wortverkündigung. Der biblische Kontext beschreibt, dass Jesus die vielen Menschen, die auf Einladung seiner Jünger zu ihm gekommen waren, lehrte und ihnen danach Speise gab (es gab das Wunder der Brotvermehrung).

Heute wie damals findet der Mensch in Jesus Christus Heil im Sinne von „Rettung“ und „Erlösung“. Grundlage zur Erlangung des Heils ist der Opfertod Jesu Christi. Lebende und Tote können das Heil erlangen. Es braucht dazu den Glauben an Jesus Christus, den Heiland und Erlöser, und das Vertrauen auf seine Gnade. So enthielten die Fürbittgebete der Gemeinden im Gottesdienst am 7. Juli die herzlichen Bitten, dass noch viele Menschen – gerade auch Verstorbene – das Heil in Jesus Christus erlangen mögen.

Die Apostel aus Süddeutschland feierten den Gottesdienst an dem ersten Juli-Sonntag mit Gemeinden in ihrem Arbeitsbereich. Der Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, feierte den Gottesdienst mit der Gemeinde Zagreb in Kroatien, einem Land, das ebenfalls zu seinem Arbeitsbereich gehört.

Im Hinblick auf den Gottesdienst hatte der Bezirksapostel auf die erschütternd hohe Kindersterblichkeit aufmerksam gemacht: Laut Unicef, Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, sterben trotz Fortschritten im Kampf gegen die Kindersterblichkeit weltweit immer noch jährlich über fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren, insbesondere im südlichen Afrika und Südasien. „Jedes einzelne Kind ist genauso wertvoll wie du und ich, genauso wertvoll wie dein und mein Kind“, schrieb er und bat, ihrer im Gebet zu gedenken.

In dem Gottesdienst, den der Bezirksapostel am 7. Juli durchführte, erfolgte auch die Sakramentsspendung zugunsten von Verstorbenen, stellvertretend vollzogen an zwei Amtsträgern. Dazu berichtet die Bibel, dass bereits in den ersten christlichen Gemeinden Lebende für Tote getauft wurden.