Den letzten der drei Gottesdienste im Jahr, die primär dem Totengedenken und der Fürbitte für Verstorbene gelten, feierten die Gemeinden am 3. November 2019.

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    Vor dem Gottesdienst in der Stadthalle in Waldshut

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    Der Bezirksapostel und die Apostel Zenker und Kühnle (v.l.n.r.)

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    Musikalische Umrahmung durch den gemischten Chor und das Instrumentalensemble

Der Gottesdienst am ersten November-Sonntag – in der „stillen Zeit“ – ist traditionell der letzte der drei jährlichen Gottesdienste mit der Gewichtung des Totengedenkens und der Fürbitte für Verstorbene. Die Gemeinden feiern ihn in der Glaubensgewissheit, dass Gottes Liebe und Heilswille auch den Seelen im Jenseits gilt. Seit dem Opfertod Jesu Christi, mit dem er den Menschen den Zugang zur ewigen Gemeinschaft mit Gott eröffnet hat, ist der Zustand der Seelen im Jenseits zum Guten hin veränderbar.

„Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.“ Dieses Wort gemäß dem Johannes-Evangelium (Kapitel 2, Vers 5) diente als Grundlage für die Wortverkündigung im Gottesdienst am Sonntag, dem 3. November 2019.

Das Bibelwort bezieht sich auf die Hochzeit zu Kana, zu der Jesus, seine Mutter Maria und eine nicht näher bezeichnete Anzahl der Jünger Jesu geladen waren. Als es keinen Wein mehr für die Gäste gab, tat Jesus sein erstes Wunder, indem er aus Wasser Wein machte. Maria, empfindsam für die Not der Gastgeber, hatte Jesus gebeten zu helfen und die Diener dazu angehalten, das zu tun, was Jesus ihnen sagen würde.

So ging es in der Wortverkündigung u.a. darum, empfindsam zu sein für die Not des Nächsten, ob im Diesseits oder im Jenseits, und für ihn einzutreten. Für Verstorbene, die unerlöst, in der Gottferne sind, ohne den Frieden und Trost aus Jesus Christus zu kennen, hatten die Glaubenden im Hinblick auf den Gottesdienst gebetet, Gott möge ihnen helfen und Gnade, Frieden und Heil bereiten. Im Gottesdienst wurde durch den Gottesdienstleiter ein Fürbittgebet gesprochen.

Gottesdienst in Waldshut mit Sakramentsspendungen

In dem Gottesdienst, den Bezirksapostel Michael Ehrich an diesem Sonntag in der Stadthalle in Waldshut mit den zwölf Gemeinden aus dem Kirchenbezirk Lörrach feierte, erfolgte die sakramentale Heilsvermittlung zugunsten Verstorbener. So vollzog der Bezirksapostel die Heilige Wassertaufe, die Heilige Versiegelung und das Heilige Abendmahl für sie, stellvertretend an Lebenden.

Biblischer Ausgangspunkt für die Sakramentsspendung zugunsten Verstorbener ist das Neue Testament, 1. Korinther 15,29: In Korinth wurden Lebende für Tote getauft. Diese Praxis haben die Apostel der Neuzeit wieder aufgenommen; es entwickelten sich die heute üblichen Gottesdienste zum Gedenken an Verstorbene, mit Fürbitten und Sakramentsspendungen für sie.

Die Apostel aus Süddeutschland begleiteten zum Gottesdienst am 3. November den Bezirksapostel. Zur weiteren Wortverkündigung rief er die Apostel Herbert Bansbach und Hans-Jürgen Bauer sowie die Bischöfe Martin Rheinberger und Bernd Bornhäusser. Die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes erfolgte durch einen gemischten Chor, den Sängerinnen und Sänger aus den Gemeindechören des Kirchenbezirks Lörrach bildeten, durch eine Streichergruppe, ein Doppelquartett, Flöten- und Orgelbegleitung.

Fotos (2-4): Wolfgang Schäfer