Mit einer großen, heterogen zusammengesetzten Gemeinde – Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen – feierte Bezirksapostel Michael Ehrich am Sonntag, 16. Juli 2017, Gottesdienst.

 

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    Bezirksapostel Michael Ehrich mit den Aposteln und Bischöfen Süddeutschlands

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Der Gottesdienst fand in der Kirche in München-Giesing, Plecherstraße 4, statt. Die Gemeinde bildeten allerdings nicht nur die Glaubensgeschwister, die aus dem Kirchenbezirk München-Süd (Apostelbereich München) nach München-Giesing eingeladen waren: Da der Gottesdienst via Satellit in Bild und Ton übertragen wurde, konnten neuapostolische Christen in rund 390 für den Satelliten-Empfang ausgerüsteten Kirchen in Süddeutschland den Gottesdienst mitfeiern.

Darüber hinaus erfolgte eine Übertragung in etliche Länder des Bezirksapostelbereichs: nach Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien und in der Ukraine – Länder, die zum europäischen Arbeitsbereich des Bezirksapostels gehören – sowie nach Israel und in Gemeinden der Region am Persischen Golf. Mittels Internet-Livestream konnten zudem Gemeinden aus dem westafrikanischen Bezirksapostelbereich, den Ländern Äquatorialguinea, Benin, Gabun, Ghana, Kamerun, Nigeria und Togo, teilnehmen.

Simultan übersetzten ehrenamtlich für die Kirche tätige Dolmetscher/-innen den gesamten Gottesdienst in Englisch, Italienisch, Kroatisch, Russisch, Spanisch und Vietnamesisch; vor Ort erfolgte die Übersetzung in weitere Sprachen.

Einigkeit im Geist

Auf dem Bibelwort von der Einigkeit im Geist – Epheser4,3 – basierte die Predigt. Apostel Paulus ist es wichtig, dass die Judenchristen und die Heidenchristen bei allen Unterschieden diese Einheit bewahren.

Auch heute sei dies ein wichtiges Anliegen der Apostel, sagte der Bezirksapostel und unterstrich, dass es dabei nicht um äußere Dinge und auch nicht um Kirchenordnungen gehe.

Schon in Süddeutschland („ein kleiner Flecken auf der Weltkarte“) gebe es unter den neuapostolischen Christen naturgemäß manche Unterschiede, in der Herkunft, im Erfahrungshintergrund, in den Lebensverhältnissen und der persönlichen Unterschiedlichkeit der Menschen. Wenn er sich dazu die Gemeindemitglieder auf dem Balkan, in der Ukraine und in Israel vergegenwärtige, in den verschiedenen arabischen Ländern sowie in den westafrikanischen Gemeinden, die den Gottesdienst mitfeierten: „Was für eine große Vielfalt kommt da zusammen!?“ In diesem Zusammenhang sprach er auch von den Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Bei allen Unterschiedlichkeiten gelte es, auf die Einigkeit im Geist bedacht zu sein.

Dazu nannte er einige wenige Punkte, die jedoch wesentlich seien: u.a. die Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi und das Weitertragen des Evangeliums („auch ohne, dass ich einen Gottesdienst halte – durch die Art und Weise, wie ich mein Leben führe“).

Ermöglicht werde die Einheit durch das „Band des Friedens“. Es gelte, den Frieden aus Jesus Christus anzunehmen.

Die Apostel und die Bischöfe aus Süddeutschland begleiteten den Bezirksapostel. Dieser rief Apostel Dieter Prause (Apostelbereiche Heilbronn/Nürnberg), Apostel Herbert Bansbach (Apostelbereich Karlsruhe) und Apostel Volker Kühnle (Apostelbereich Nürtingen) zu einem Predigtbeitrag.

Einen besonderen Akzent hatte der Gottesdienst durch die Ordination eines Bischofs (wir berichten gesondert) und eines Bezirksältesten.

Musikalisch gestalteten ein großer gemischter Chor – mit Sängerinnen und Sängern aus dem Kirchenbezirk München-Süd – sowie ein Orchester den Gottesdienst mit. Chor und Orchester stimmten mit ihren Vorträgen die große Festgemeinde schon vor Gottesdienstbeginn auf das Erleben ein.

Mit Gott durchs Leben gehen

„Welch ein Freund ist unser Jesus“, besangen die Gottesdienstteilnehmer miteinander zu Anfang Jesus Christus, den Mittler und Heiland, und sie bekundeten mit diesem Lied ihr großes Vertrauen in den Herrn. Um Gottvertrauen ging es auch in dem bekannten und schönen Lied aus dem neuapostolischen Chorbuch, das die Sängerinnen und Sänger vortrugen, nachdem das Bibelwort vorgelesen worden war: „Herr, mein Gott, ich traue auf dich“.

Dass das Gottvertrauen gestärkt werde, sei ein Anliegen eines jeden Gottesdienstes, sagte der Bezirksapostel dazu und führte aus, dass Gott den Glaubenden nicht nur im Gottesdienst begegnen, sondern mit ihnen durchs Leben gehen wolle: Wer Gott vertraue, suche die Verbindung zu ihm und lasse sich von ihm durchs Leben führen, auch auf schwierigen Pfaden. „In allen Verhältnissen lasst uns auf Gott trauen!“, appellierte er. Dann erlebten die Glaubenden, dass Gott mit ihnen sei, dass er erträgliche Verhältnisse schenke und sie letztlich seine Nähe und Hilfe erleben dürften.