Für die Kirchengemeinden in Süddeutschland und in weiteren Gebietskirchen stand am Sonntag, 24. Juni 2018, die ostbayerische „Drei-Flüsse-Stadt“ Passau im Fokus. Denn in der durch den Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz geprägten, durch ihre barocke Altstadt und die weltweit größte Kirchenorgel bekannten Stadt feierte Stammapostel Jean-Luc Schneider, höchster Geistlicher in der Neuapostolischen Kirche, an jenem letzten Sonntag im Juni Gottesdienst.

  • Image 1 from 7

    Gottesdienst in der Dreiländerhalle in Passau

  • Image 2 from 7

    Stammapostel Jean-Luc Schneider

  • Image 3 from 7

    Der gemischte Chor

  • Image 4 from 7

    Apostel Vladimir Lazarev (Russland)

  • Image 5 from 7

    Das Orchester

  • Image 6 from 7

    Apostel Jürgen Loy (Apostelbereich Stuttgart)

  • Image 7 from 7

    Bischof Paul Hepp (Apostelbereich München)

In Begleitung des Stammapostels befanden sich neben dem Gastgeber, Bezirksapostel Michael Ehrich, Apostel Vladimir Lazarev aus Russland und die sieben Apostel aus Süddeutschland.

Apostel Lazarev, Apostel Jürgen Loy, der den Apostelbereich Stuttgart leitet, und Bischof Paul Hepp aus dem Apostelbereich München wurden zu einem Predigtbeitrag gerufen. Sängerinnen und Sänger der eingeladenen Gemeinden bildeten den gemischten Chor, der zusammen mit Orchester, Orgel und Piano den Gottesdienst musikalisch umrahmte.

Im Lieben und Vergeben wachsen

Ein Bibelwort aus dem Matthäusevangelium, das von Jesu Gebot der Feindesliebe handelt, diente als Predigtgrundlage: „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Matthäus 5,44.45).

Wie ein roter Faden zog sich der Gedanke durch die Wortverkündigung, in Jesu Christi Gesinnung und Wesen zu seinem Ebenbild heranzuwachsen und vorbereitet zu sein bei seinem Wiederkommen. Dies schließt ein, diejenigen, die einem nicht gut, ja feindlich gesinnt sind, zu lieben, für sie zu beten, ihnen Gutes zu tun und sie, so der Stammapostel, „den Reichtum des Evangeliums entdecken“ zu lassen.

Dazu führte der Stammapostel u.a. aus: Den, für den die Nachfolge Jesu Christi und die ewige Gemeinschaft mit Gott am wichtigsten sei, bringe das Erleben von Bösem, Bedrängnis, Leid, Verletzung von Ansehen und Ehre, materieller Schaden usw. nicht davon ab. Ein solcher bleibe fest entschlossen, den Willen Gottes zu erfüllen. Dazu gehöre, Gutes zu tun und denen zu vergeben, die einem Leid zufügten. „In wirklich dramatischen Situationen mag es äußerst schwer fallen, zu vergeben – doch Gott sieht den Willen, das Anstrengen an“, erklärte er und zeigte sich davon überzeugt: „Gott schenkt denen Gnade, die wirklich vergeben wollen, auch wenn sie es noch nicht fertiggebracht haben.“

Von Passau nach Afrika

Zum Gottesdienst in die „Dreiländerhalle“ in Passau eingeladen waren die Gemeinden aus dem Kirchenbezirk Landshut (Apostelbereich München). Übertragen wurde der Gottesdienst live, in Bild und Ton, via Satellit in 390 dafür ausgerüstete Kirchen („SAT-Kirchen“) in Süddeutschland.

Außer den Glaubensgeschwistern, die in den „SAT-Kirchen“ in Süddeutschland den Gottesdienst mitfeierten, waren Gemeinden in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien und in der Ukraine mittels Übertragung verbunden. Sie bilden den europäischen Arbeitsbereich des Bezirksapostels Ehrich.

Zudem konnten die neuapostolischen Christen in der Region am Persischen Golf und in Israel sowie – durch einen Internet-Livestream – etliche Gemeinden aus dem afrikanischen Arbeitsbereich des Bezirksapostels teilnehmen: Äquatorial-Guinea, Benin, Elfenbeinküste, Gabun, Ghana, Guinea, Kamerun, Liberia, Nigeria, Sierra Leone und Togo.

Eine zentrale Simultanübersetzung erfolgte in Neu-Isenburg, dem Sitz des kircheneigenen Bischoff-Verlags, der auch für die Übertragungstechnik in Europa verantwortlich zeichnet – außer für die Satelliten-Übertragung auch für die via Internet (IPTV) – und der die Sprachkanäle zur Verfügung stellt. Das Gottesdienstgeschehen in Passau übersetzten ehrenamtliche DolmetscherInnen der Gebietskirche Süddeutschland in die Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Rumänisch und Vietnamesisch. Vor Ort wurde in weitere Sprachen übersetzt.