Am 31. Juli 2019 konnte erstmals ein Gottesdienst außerhalb der christlichen Feste gefeiert werden, in dem eine Bibellesung vorgenommen wurde.

Im Gottesdienst unter der Woche können ab dem 31. Juli bzw. 1. August 2019 nun Lesungen eines Bibeltextes vorgenommen werden. Dabei handelt es sich um Gottesdienste mit dem Akzent Bibelkunde, die einmal im Monat stattfinden.

Diese Möglichkeit der Liturgie-Erweiterung beruht auf einem Beschluss der internationalen Bezirksapostelversammlung (BAV), dem Gremium, das über gesamtkirchliche Angelegenheiten, Regelungen und Weisungen berät und Beschlüsse fasst. Der BAV, die regelmäßig zu Tagungen zusammenkommt, gehören der Stammapostel sowie alle Bezirksapostel im aktiven Dienst an.

Bibellesungen erfolgten bisher ausschließlich im Gottesdienst an Weihnachten, Palmsonntag, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten. In den Bibellesungen wird das heilsgeschichtliche Ereignis thematisiert. Die Liturgie in diesen Gottesdiensten entspricht grundsätzlich derjenigen des üblichen Gottesdienstes mit Feier des Heiligen Abendmahls.

Ein größerer Kontext sei für die Predigt in einem Gottesdienst, der einen Akzent auf Bibelkunde legt, von Gewinn, so die Bezirksapostel. Die entsprechenden Texte zur (optionalen) Bibellesung werden vorgeschlagen.

Der Gottesdienst

Der Gottesdienst ist das zentrale Ereignis in den Gemeinden. Nach neuapostolischem Glaubensverständnis ist Gottesdienst Wirken Gottes am Menschen und bedeutet Begegnung mit dem dreieinigen Gott, der Heil und Segen schenkt. Gottesdienst ist auch Gemeinschaft der Glaubenden untereinander, die sich in Anbetung und Lobpreis Gottes vereinigen.

Der trinitarische Eingang, mit dem der Gottesdienst eingeleitet wird, ist Anrufung Gottes und Vergewisserung seiner Gegenwart. Untrennbar ist Gottesdienst mit Gebet verbunden.

Im Gottesdienst erfolgt durch die Apostel und die in ihrem Auftrag tätigen Amtsträger die Wortverkündigung. Im Mittelpunkt der Wortverkündigung – die Orientierung für ein Leben nach Gottes Willen bietet – steht das Evangelium. Es kündet von Jesu Leben und Opfer, seiner Auferstehung und seinem Wiederkommen. Die Wortverkündigung erfolgt in freier Rede, vom Heiligen Geist inspiriert, auf Grundlage eines Bibelworts und nimmt im Gottesdienst breiten Raum ein.

Das bedeutendste Geschehen im Gottesdienst ist die Feier des Heiligen Abendmahls bzw. die Spendung der weiteren Sakramente.

Gottesdienst besteht auch aus Sündenvergebung, Friedens- und Segenszuspruch, aus Gesang und je nach Anlass speziellen Segenshandlungen. An kirchlichen Feiertagen sind im Gottesdienstablauf Bibellesungen vorgesehen. Nun besteht die Möglichkeit von Bibellesungen in weiteren Gottesdiensten: zum einen innerhalb von Jugendgottesdiensten, zum anderen in den Gottesdiensten, die den Akzent auf Bibelkunde legen.

Mit dem trinitarischen Segen wird der Gottesdienst beendet.

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