Den Gottesdienst an „Christi Himmelfahrt“ – Donnerstag, 10. Mai 2018 – feiern die Kirchengemeinden der Gebietskirche Süddeutschland am Vormittag. Gottesdienstbeginn ist um 09:30 Uhr.

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Wer am Gottesdienst an diesem Hochfest teilnehmen möchte, ist herzlich willkommen (die Gemeindesuche informiert über die nächstgelegenen Kirchengemeinden).

Zur Bedeutung des Festes

In Jesus ist Gott, der Sohn, in die Welt gekommen. Er hat mit seinem Tod am Kreuz das ewig gültige Opfer gebracht und damit der Menschheit den Weg eröffnet, die Sündenvergebung zu erlangen.

An „Christi Himmelfahrt“ gedenken Christen an die Himmelfahrt des auferstandenen Jesus Christus, die sich am 40. Tag nach seiner Auferstehung ereignete. Mit seiner Himmelfahrt haben die Erdenzeit Jesu und seine unmittelbare Präsenz als Auferstandener ihren Abschluss gefunden. Die Himmelfahrt Jesu Christi bedeutet seine Rückkehr zu Gott, dem Vater, und seine Erhöhung.

Dazu spricht das Bibelwort, das im Gottesdienst an Himmelfahrtsfest 2018 Predigtgrundlage ist – Vers 28, Kapitel 16 aus dem Johannes-Evangelium: „Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“

Bekenntnis zum dreieinigen Gott

Der dreieinige Gott ist der eine Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Als über die Dreieinigkeit Gottes und die Lehre von der Natur Jesu Christi Streit entbrannte, wurden für die Kirche Glaubensbekenntnisse formuliert. Maßstab für ihre Formulierung war das Neue Testament, also die Lehre Christi und seiner Apostel.

Es entstanden das Apostolikum und das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel. Insbesondere im Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel wird die Dreieinigkeit Gottes zum Ausdruck gebracht. Die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse fassen das in der Heiligen Schrift Bezeugte prägnant und verbindlich zusammen; sie reichen über die Konfessionsgrenzen hinaus und verbinden die Christen untereinander.

Das neuapostolische Glaubensbekenntnis steht in engem Zusammenhang mit den altkirchlichen Bekenntnissen. Die ersten drei Artikel des neuapostolischen Glaubensbekenntnisses entsprechen weitgehend dem Apostolikum; sie betonen also dessen Bedeutung.

Was sagt der Katechismus dazu?

Was in dem 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zu Gott, dem Dreieinigen, ausgeführt wird, zitieren wir nachstehend:

61. Was bedeutet: „Gott ist der Dreieinige?“

„Gott, der Dreieinige“, bedeutet, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist der eine Gott sind. Es sind also nicht drei Götter, sondern es ist ein Gott, der sich in drei Personen offenbart.

62. Warum glauben Christen, dass Gott dreieinig ist?

Für die Dreieinigkeit Gottes (Trinität) gibt es im Alten und im Neuen Testament Hinweise. Aufgrund dieser biblischen Zeugnisse glauben Christen an Gott, den Dreieinigen.

63. Welche Hinweise auf die Dreieinigkeit Gottes gibt es im Alten Testament?

Ein erster Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes steht in 1. Mose 1,26: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.“ Die Mehrzahl „Lasset uns“ verweist auf das Wirken des einen Gottes in mehreren Personen.

Gott erschien Abraham in Mamre in Gestalt von drei Männern (vgl. 1. Mose 18). Dies wird als Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes verstanden.

nso verhält es sich mit dem dreifachen Segen („Aaronitischer Segen“), den Aaron über dem Volk Israel aussprach (4. Mose 6,24-26).

64. Welche Hinweise auf die Dreieinigkeit Gottes finden sich im Neuen Testament?

Als Jesus, der Gottessohn, am Jordan getauft wurde, tat sich der Himmel auf und der Heilige Geist kam wie eine Taube auf ihn herab. Der Vater bezeugte aus dem Himmel: „Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen“ (Markus 1,10.11). Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist waren also gemeinsam zugegen.

Die drei göttlichen Personen werden auch im Taufbefehl genannt, den Jesus seinen Aposteln erteilt hat: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus 28,18.19).

Auch die Segensformel in 2. Korinther 13,13 verweist auf die Dreieinigkeit Gottes: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes [des Vaters] und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“

65. Wann wurde die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes formuliert?

Die Dreieinigkeit Gottes besteht von Ewigkeit her. Formuliert wurde die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes in den Konzilien von Nizäa (325 nach Christus) und Konstantinopel (381 nach Christus).

Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes gehört zu den grundlegenden Aussagen des christlichen Glaubens.

100. Was heißt: Jesus Christus ist Gottes „eingeborener Sohn“?

Gottes „eingeborener Sohn“ bedeutet, dass Jesus Christus, der Gottessohn, einzig und ewig ist.

Der Gottessohn ist kein Geschöpf wie der Mensch; er ist auch nicht den Engeln vergleichbar, die einen Anfang haben: Er ist ohne Anfang und ohne Ende, er ist Gott und damit wesensgleich mit dem Vater und dem Heiligen Geist. Somit ist er schon immer – also vor aller Schöpfung – in Gemeinschaft mit dem Vater und dem Heiligen Geist (Präexistenz).

101. Wie ist es zu verstehen, dass der Gottessohn als „Wort“ („Logos“) bezeichnet wird?

Gott hat alles durch das Wort erschaffen („Gott sprach“, vgl. 1. Mose 1,3) und sinnvoll geordnet. Insofern ist das Wort der Ursprung, von dem alles ausgeht.

Die Bezeichnung „Wort“ (= griechisch „Logos“) wird in Kapitel 1 des Johannes-Evangeliums zugleich für den Gottessohn verwendet. Dadurch wird darauf verwiesen, dass Gott, der Sohn, ebenso Schöpfer ist wie Gott, der Vater, und Gott, der Heilige Geist.

Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.