An „Christi Himmelfahrt“, Donnerstag, 5. Mai 2016, finden die Gottesdienste in den Gemeinden in Süddeutschland am Vormittag statt. Gottesdienstbeginn ist jeweils um 9:30 Uhr.

An diesem kirchlichen Hochfest gedenken die Glaubenden an das heilsgeschichtliche Ereignis der Himmelfahrt Jesu Christi. Die Rückkehr des auferstandenen Gottessohnes zu Gott, dem Vater, wird in der Apostelgeschichte bezeugt. Kapitel 1, die Verse 10 und 11 aus der Apostelgeschichte liegen der Predigt in den Gottesdiensten an „Christi Himmelfahrt“ 2016 zugrunde.

Gäste sind zu diesem Hochfest herzlich willkommen! Die Gemeindesuche informiert über die nächstgelegenen Gemeinden.

Was sagt der Katechismus dazu?

Was der „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ – die 1. Auflage erschien im Jahr 2015 – über die Himmelfahrt Jesu Christi und seine verheißene Wiederkunft sagt, zitieren wir nachstehend:

190. Was geschah bei der Himmelfahrt Jesu Christi?

40 Tage nach seiner Auferstehung fuhr Jesus Christus auf zum Himmel. Dafür gibt es Augenzeugen: Nachdem er mit seinen Aposteln geredet und sie gesegnet hatte, wurde er emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn vor ihren Augen weg. Als sie ihm nachsahen, standen zwei Engel bei ihnen und sagten: „Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen“ (Apostelgeschichte 1,11).

191. Wohin ging Jesus Christus, als er in den Himmel fuhr?

Jesus Christus kehrte zum Vater zurück. Er „setzte sich zur Rechten Gottes“ (Markus 16,19).

192. Was bedeutet: „Jesus Christus sitzt zur Rechten Gottes“?

Wer im Altertum zur rechten Seite eines Herrschers stand oder saß, hatte Anteil an dessen Macht und Autorität. Das Bild, dass Jesus Christus zur Rechten Gottes sitzt, weist also darauf hin, dass er an der Machtfülle und Herrlichkeit Gottes, des Vaters, teilhat.

Diese Herrlichkeit will Jesus Christus zukünftig mit den Seinen teilen. So betete Jesus im hohepriesterlichen Gebet: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen“ (Johannes 17,24). Diese Bitte wird in Erfüllung gehen, wenn Jesus Christus die Seinen aus den Toten und Lebenden zu sich entrückt und sie dann bei ihm sein werden allezeit.

193. Ist Jesus Christus auch nach seiner Himmelfahrt auf Erden anwesend?

Ja, durch den Heiligen Geist, der die dritte Person der Gottheit ist und gegenwärtig in der Kirche wirkt, ist Jesus Christus auch nach seiner Himmelfahrt auf Erden anwesend. Damit erfüllt Jesus Christus seine Zusage: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,20).

194. Was meinte Jesus damit, als er sagte: „Ich will wiederkommen“?

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin“ (Johannes 14,3). Jesus Christus kommt wieder – diesmal als Bräutigam.

Bei seiner Wiederkunft als Bräutigam wird er diejenigen aus den Toten und Lebenden zu sich nehmen, die die Gabe des Heiligen Geistes empfangen haben und sich in der Brautgemeinde auf dieses Ereignis vorbereiten ließen. Die Wiederkunft Jesu Christi ist nahe.

195. Wie wird das Wiederkommen Jesu Christi auch noch bezeichnet?

Das Ereignis des Wiederkommens Jesu Christi wird bezeichnet als „Tag des Herrn“, „Tag Christi“, „Zukunft unseres Herrn“, „Offenbarung der Herrlichkeit Christi“, „Erscheinung“, „Wiederkommen des Herrn“, „Wiederkunft Christi“.

Dieses Ereignis ist nicht Endgericht, sondern Heimholung der Braut Christi zur Hochzeit des Lammes.

196. Welche Hinweise zur Wiederkunft Christi finden wir im Neuen Testament?

Im Neuen Testament wird insbesondere in den Briefen der Apostel die Verheißung der Wiederkunft Christi bekräftigt. Seinen ersten Brief an die Gemeinde zu Korinth beendete der Apostel mit dem Gruß: „Maranata“ – das heißt: „Unser Herr kommt!“ (vgl. 1. Korinther 16,22).

Apostel Jakobus forderte auf, bis zum Kommen des Herrn geduldig zu sein, „denn das Kommen des Herrn ist nahe“ (Jakobus 5,8). Im Hebräerbrief wird ebenfalls zur Geduld gemahnt: „Denn nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben“ (Hebräer 10,37).

Der zweite Petrusbrief (vgl. 2. Petrus 3,9) wendet sich gegen alle, die bestreiten, dass Jesus Christus wiederkommt. Auch die Möglichkeit, dass sich die Erfüllung der Verheißung seiner Wiederkunft verzögert, wird in diesem Brief ausgeschlossen.

 

Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.

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