Die Gemeinden des Kirchenbezirks Lörrach freuten sich, den Gottesdienst an „Christi Himmelfahrt“, 5. Mai 2016, mit Stammapostel Jean-Luc Schneider zu feiern, dem höchsten Geistlichen und Leiter der Neuapostolischen Kirche International. Aus Platzgründen versammelte sich die große Festgemeinde zum Gottesdienst in der „Alemannen-Halle“ in Maulburg.

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    Christi Himmelfahrt mit Stammapostel Jean-Luc Schneider in Maulburg

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    Blick in die Alemannenhalle

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    Ein Kinderchor begrüßte den Stammapostel ---

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    ... und überreichte ihm ein Begrüßungsgeschenk.

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    Stammapostel Jean-Luc Schneider

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    Das Orchester

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    Der gemischte Chor

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    Apostel Dirk Schulz aus Norddeutschland

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    Apostel Erhard Suter aus Spanien

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    Apostel Jürgen Loy

Den Kirchenbezirk Lörrach umfassen die Gemeinden Bad Säckingen, Bonndorf, Grenzach-Wyhlen, Häusern, Jestetten, Laufenburg, Lörrach, Maulburg, Rheinfelden, Schopfheim, Steinen, Waldshut, Tiengen, Wehr, Weil am Rhein und Zell im Wiesental. Sängerinnen und Sänger aus den Chören dieser Gemeinden bildeten den Chor, der den Gottesdienst an „Christi Himmelfahrt“ musikalisch mitgestaltete. Zur feierlichen musikalischen Mitgestaltung trugen zudem die Vorträge eines Orchesters aus dem Kirchenbezirk und die Orgelklänge bei.

Als Grundlage für die Predigt nahm der Stammapostel ein Bibelwort aus dem Neuen Testament, Hebräer 10, die Verse 12.13: „Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht und sitzt nun für immer zur Rechten Gottes und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel seiner Füße gemacht werden.“ Die Bibellesung erfolgte, wie in allen Kirchengemeinden, aus dem Markus-Evangelium, Kapitel 16,14-19.

In der Predigt sprach der Stammapostel davon, dass die Himmelfahrt Jesu Christi fester „Glaubensbestand“ für die neuapostolischen Christen ist: Jesus Christus ist gestorben, ist auferstanden – „als Erstling, als erster Mensch, der auf Erden gelebt hat, konnte er den Auferstehungsleib empfangen“ – und ist dann in die Gemeinschaft mit Gott eingegangen, „als Sieger“, wie der Stammapostel verdeutlichte. Der Sieger Jesus Christus, der Mittler und Erretter, helfe demjenigen, so der Stammapostel, der um seine Seligkeit ringe und ihn von Herzen liebe.

Auch die Wiederkunft Jesu Christi nahm in der Predigt breiten Raum ein. Dabei bezog sich der Stammapostel auf das Bild vom Bräutigam – Jesus Christus – und der Braut, also denen, die das Kommen des Bräutigams Jesus Christus erwarten. Den Hinweis vom Warten Jesu Christi im Hebräerbrief deutete der Stammapostel im Hinblick auf dieses Bild von Bräutigam und Braut, dass nicht nur die Braut warte, sondern auch der Bräutigam: Dass Jesus Christus die Braut erwarte, sei ein wunderbarer Ausdruck der Liebe Gottes. In seinen weiteren Ausführungen wies der Stammapostel zudem auf den Fortgang der Heilsgeschichte hin und erwähnte weitere eschatologische Ereignisse, die auf die „Hochzeit im Himmel“ folgen.

Begleitet wurde der Stammapostel an diesem christlichen Hochfest von Bezirksapostel Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet, und den süddeutschen Aposteln. Als Gäste aus anderen Gebietskirchen hatte er Apostel Dirk Schulz aus Norddeutschland und Apostel Erhard Suter aus Spanien eingeladen. Zu einem Predigtbeitrag rief er die Apostel Schulz und Suter sowie Apostel Jürgen Loy aus Süddeutschland (Apostelbereich Stuttgart).

Was sagt der Katechismus dazu?

Was der 2015 herausgegebene „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ über das sagt, was bei der Wiederkunft Christi geschieht, zitieren wir nachstehend:

558. Wie wird die Wiederkunft Christi in den Briefen des Apostels Paulus beschrieben?

In 1. Thessalonicher 4,15-17 heißt es: „Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvor kommen werden, die entschlafen sind. Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.“

In 1. Korinther 15,51.52 steht: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“

In Philipper 3,20.21 findet sich die Aussage: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern nichtigen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.“

559. Was geschieht bei der Wiederkunft Christi?

Zusammengefasst ergibt sich aus diesen Aussagen des Apostels Paulus:

Bei der Wiederkunft des Herrn werden zuerst die Toten, die in Christus gestorben sind, unverweslich auferstehen. Die Lebenden, die sich auf das Wiederkommen Christi vorbereiten ließen, werden die Verwandlung erleben, ohne den leiblichen Tod zu erleiden.

Die Toten und die Lebenden werden einen verherrlichten Leib empfangen. Dieser Leib gleicht dem Auferstehungsleib Christi. Sie werden gemeinsam zu Jesus Christus entrückt und gelangen so in die ewige Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott.

Diese Geschehnisse gehören zu der ersten Auferstehung, von der in Offenbarung 20,5.6 die Rede ist.

560. Worauf beruht die Hoffnung des Gläubigen, den leiblichen Tod nicht erleiden zu müssen?

Die Hoffnung des Gläubigen, den leiblichen Tod nicht erleiden zu müssen, beruht auf der Aussage des Apostels Paulus: „Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden […], weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat“ (2. Korinther 5,2.4.5).

Der Apostel meint mit „Behausung“ den verherrlichten Leib, den nicht nur die empfangen, die vom Tod auferstehen, sondern auch die, die bei der Wiederkunft Christi verwandelt werden. „Überkleiden“ heißt, einen neuen Leib zu erhalten, ohne vorher sterben zu müssen. „Entkleiden“ ist hier ein Ausdruck für „sterben“.

561. Wer wird bei der Wiederkunft Christi entrückt?

Die Entrückung bei der Wiederkunft Christi ist zunächst jenen zugesagt, denen die Wiedergeburt aus Wasser und Geist zuteil geworden ist und die an Jesus Christus glauben und ihm nachfolgen. Diese Schar wird auch „die Brautgemeinde“ oder der „Knabe“ (Offenbarung 12,5) genannt.

Ob darüber hinaus Gott Anderen die Gnade der Entrückung zuteilwerden lässt, entzieht sich menschlicher Beurteilung und unterliegt der Entscheidung Gottes.

562. Wer zählt zur "Brautgemeinde"?

Jesus Christus hat seinen Aposteln den Auftrag gegeben, die Kirche Christi auf die Vereinigung mit ihm bei seiner Wiederkunft vorzubereiten. Apostel Paulus schreibt dazu: „Ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte“ (2. Korinther 11,2). Das Bild von der „reinen Jungfrau“ verweist auf die „Braut“ (Offenbarung 19,7). Wer dazu zählt und mit Jesus Christus vereinigt wird, zeigt sich erst bei der Wiederkunft Christi.

563. Gibt es Kennzeichen für jene, die der Brautgemeinde angehören?

Ja – ein herausragendes Kennzeichen ist, dass sie täglich auf die Wiederkunft Christi warten und beständig sind im Beten: „Herr, komme bald!“ (vgl. Offenbarung 22,17.20).

564. Werden in der Bibel weitere Kennzeichen für die Brautgemeinde genannt?

Ja, weitere Kennzeichen der Brautgemeinde sind in Offenbarung 14,1-5 genannt. Hier wird das Bild einer Schar von „Hundertvierundvierzigtausend“ für die Brautgemeinde verwendet. Die Zahl „144.000“ ist nicht wörtlich zu verstehen, sondern hat symbolischen Charakter. Sie ist abgeleitet von der Zwölfzahl der Stämme Israels. Sie wird mit folgenden Bildern beschrieben: „Das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn […], die folgen dem Lamm nach, wohin es geht. Diese sind erkauft aus den Menschen als Erstlinge für Gott und das Lamm, und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig.“

565. Was bedeuten die Bilder in Offenbarung 14,1-5?

Die Kennzeichnung („Siegel“) mit dem Namen des „Lammes“ und des Vaters bedeutet, dass die Hundertvierundvierzigtausend Eigentum Gottes sind.

„Untadelig“ sein, „im Mund kein Falsch“ haben und „dem Lamm nachfolgen“ bedeutet, dass in Wort und Tat ein Leben nach dem Evangelium geführt wird.

Der Begriff „Erstlinge“ bezeichnet diejenigen, die Christus bei seiner Wiederkunft zu sich nimmt: Es sind die, die zuerst umfängliches Heil empfangen werden.

Mit „Lamm“ ist Jesus Christus gemeint: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“(Johannes 1,29).

Offenbarung 5,12 drückt aus, dass das geschlachtete Lamm den Sieg davonträgt. Dies bedeutet, dass der erniedrigte und gekreuzigte Gottessohn zugleich triumphiert und siegt.

566. Wann findet die „Hochzeit des Lammes“ statt?

Die „Hochzeit des Lammes“, also die Vereinigung der Brautgemeinde mit dem Bräutigam Jesus Christus, findet statt, wenn er wiedergekommen ist und seine Brautgemeinde verwandelt und entrückt wurde.

567. Was geschieht bei der „Hochzeit des Lammes“?

Die Brautgemeinde darf die Herrlichkeit Christi teilen und ist in der unmittelbaren und unauflöslichen Gemeinschaft mit Gott.

 

Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.