50 Tage nach Ostern begehen Christen das Pfingstfest – in diesem Jahr am Sonntag, 4. Juni. Sie gedenken dabei an das heilsgeschichtliche Ereignis vor 2.000 Jahren, als der Heilige Geist ausgegossen wurde und die Gläubigen erfüllte.

Blick auf Wien (© Martin Berens – pixelio.de)

Den Gottesdienst zum Pfingstfest 2017 feiern die neuapostolischen Christen vormittags, in einer großen Gemeinde: Stammapostel Jean-Luc Schneider, höchster Geistlicher in der Neuapostolischen Kirche, führt den Gottesdienst im Konzerthaus in Wien durch. Durch eine satellitengestützte weltweite Live-Übertragung haben die Glaubenden in mehr als 100 Ländern die Möglichkeit, ihn in den dafür ausgerüsteten Kirchen mitzuerleben.

Der Pfingstgottesdienst am 4. Juni 2017 beginnt um 10:00 Uhr. Wer ihn in einer der für Satelliten-Empfang ausgerüsteten Kirchen mitfeiern möchte, ist herzlich willkommen! Die Gemeindesuche informiert über Adressen von Kirchen, die mit einer Anlage zum Empfang ausgestattet sind (Kästchen „SAT-Empfang“ markieren).

Eine Übersetzung erfolgt in 23 Sprachen (am Altar konsekutiv vom Deutschen ins Englische, simultan in weitere 22 Sprachen).

Im außereuropäischen Arbeitsbereich des Bezirksapostels Michael Ehrich, Präsident der Gebietskirche Süddeutschland, können Kirchengemeinden in Westafrika mittels Livestreaming ins Internet den Pfingstgottesdienst 2017 miterleben.

Die Gabe des Heiligen Geistes

Die Sendung des Heiligen Geistes hatte Jesus Christus vor seiner Himmelfahrt seinen Aposteln verheißen; im Lukas-Evangelium steht: „Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe“ (Kapitel 24, Vers 49).

Der Heilige Geist erfüllte, „als der Pfingsttag gekommen war“, damals in Jerusalem die Gläubigen bleibend als Gabe. Nach neuapostolischem Glaubensverständnis deutet die Ausgießung des Heiligen Geistes damals auf das Sakrament der Heiligen Versiegelung, bei dem durch das Apostelamt die Gabe des Heiligen Geistes gespendet wird.

Dies hat Auswirkungen; so heißt es im Römerbrief:

„Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.“

Diese Ausführungen aus Kapitel 8 des Römerbriefs, den Versen 9 bis 11 und 14 bis 17, sind Inhalt der Bibellesung im Gottesdienst am Pfingstsonntag 2017.