„Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun“. Dieses Wort Jesu Christi gemäß dem Lukas-Evangelium, Kapitel 8 aus Vers 21, nahm Bezirksapostel Michael Ehrich als Predigtgrundlage im Gottesdienst am 18. Februar 2018.

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    Bezirksapostel Ehrich am Altar in Söllingen

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    Der gemischte Chor

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    Bezirksältester Rolf Bonnet

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    Die in Söllingen versammelte Gemeinde

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    Apostel Wolfgang Zenker

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    Der Bezirksapostel versetzte den Bezirksältesten Bonnet in den Ruhestand

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    Der Posaunenchor

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    Ansprache vor der Ordination

An diesem Sonntag feierte der Leiter der Gebietskirche Süddeutschland in Pfinztal-Söllingen (Kirchenbezirk Söllingen, Apostelbereich Karlsruhe) einen Gottesdienst, der per Satellit in rund 390 für Satellitenempfang ausgerüstete Kirchen („SAT“-Kirchen) in Süddeutschland übertragen wurde.

Auch Kirchengemeinden in Bosnien-Herzegowina, Israel, Kroatien, Mazedonien, Serbien, in der Ukraine und in der Region am Persischen Golf waren per Satelliten-Übertragung angeschlossen, zudem durch einen Internet-Livestream weitere Kirchengemeinden in den westafrikanischen Ländern Äquatorial-Guinea, Benin, Elfenbeinküste, Gabun, Ghana, Guinea, Kamerun, Liberia, Nigeria, Sierra Leone und Togo, die alle zum Arbeitsbereich des Bezirksapostels („Bezirksapostelbereich“) gehören. Eine Simultan-Übersetzung durch ehrenamtliche ÜbersetzerInnen der Gebietskirche Süddeutschland erfolgte in die Sprachen Englisch, Italienisch, Kroatisch, Spanisch, Russisch und Vietnamesisch; vor Ort wurde der Gottesdienst in weitere Sprachen übersetzt.

In die Kirche in Pfinztal-Söllingen eingeladen waren die Glaubensgeschwister aus dem Kirchenbezirk Söllingen. Die sieben Apostel aus Süddeutschland begleiteten den Bezirksapostel. Zur weiteren Wortverkündigung rief der Bezirksapostel den Bezirksältesten Rolf Bonnet, Vorsteher des Kirchenbezirks Pforzheim, der in dem Gottesdienst in den Ruhestand trat, und Apostel Wolfgang Zenker, Leiter des Apostelbereichs München.

In der Gemeinde geborgen

Bevor der Bezirksapostel in der Predigt auf das Bibelwort einging, bezog er sich auf die große Gemeinde, die sich in den europäischen und westafrikanischen Ländern seines Arbeitsbereichs zu diesem Gottesdienst versammelt hatte, und machte Ausführungen zur Gemeinde an sich. So verwies er darauf: „Wir sind ganz unterschiedliche Menschen, mit unterschiedlichen Wünschen und Lebensentwürfen, mit unterschiedlichen Gedanken hinsichtlich unserer Lebensgestaltung. Aber wir sind auch Brüder und Schwestern … Das, ihr Lieben, wollen wir auch leben und Anteil nehmen am Wohl und Wehe des Nächsten.“ Denn die Gemeinschaft in einer Gemeinde diene auch zur Stärkung derer, die trostbedürftig und traurig sind. Es sei gewissermaßen ein äußeres Zeichen, dass die Glaubenden nicht alleine seien, sondern in der Mitte der Gemeinde geborgen. So solle sie „ein Ort sein, an dem man zusammenkommt, an dem man gemeinsam Gottesdienst feiert, das Wort Gottes hört, eine Gemeinschaft, in der man sich auch gegenseitig stärkt und beisteht“.

Er ging noch einen Schritt weiter und appellierte: „Aus der Gemeinde des Herrn soll auch anderen Liebe entgegenkommen.“

Kleine Taten – besser als große Worte

In der gottesdienstlichen Wortverkündigung stehe das Evangelium Jesu Christi im Mittelpunkt, so der Bezirksapostel in seinen weiteren Ausführungen. Der Wille Gottes komme darin zur Sprache. Dabei erwähnte er beispielhaft unter anderem das Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe.

Als weitere Beispiele von Gottes Willen nannte er „Dankbarkeit in allen Dingen“, auch in sorgenvollen Situationen, wobei er auf den Appell des Apostels Paulus in 1. Thessalonicher 5 verwies, sowie das Ablegen eines positiven Zeugnisses „unseres Glaubens und unseres Christ-Seins in der Tat“.

Gute Taten aus dem Glauben heraus müssten keine großen Taten sein – „kleine Taten können gute Taten sein“, so der Bezirksapostel. Er bat: „Schau in dein Umfeld, Bruder und Schwester, gehe mit offenen Augen, gehe mit offenem Herzen durch die Zeit! Du hast Gelegenheit, gute Taten zu tun. Und kleine Taten sind besser als große Worte!“ So möge die Gemeinde nicht vergessen, immer „ein mitfühlendes Herz und eine helfende Hand“ zu haben.

Auch die Heiligung der Glaubenden – durch Erneuerung der Gesinnung (gemäß Römer 12,2) und immer stärkere Zuwendung zum Göttlichen – liege im Willen Gottes.

All dies schaffe wahre Nähe zum Herrn.

Ordinationen für zwei Kirchenbezirke

Am Ende des Gottesdienstes versetzte der Bezirksapostel den Bezirksältesten Rolf Bonnet nach über 45-jähriger ehrenamtlicher Amtstätigkeit, davon 32 Jahre im Kirchenbezirk Pforzheim, in den wohlverdienten Ruhestand. In all diesen Jahren habe Rolf Bonnet viel Gutes und Bleibendes gewirkt – „einfach aus Liebe zum Herrn die Aufgaben erfüllt“, fasste er das Dienen des Bezirksältesten in der Würdigung zusammen. „Insofern bist du uns allen, ich darf das auch für mich sagen, wirklich ein sehr schönes und großes Vorbild!“

Als Nachfolger des Bezirksältesten Bonnet ordinierte er den bisherigen Bezirksevangelisten Karsten Müller zum Bezirksältesten und beauftragte ihn als Vorsteher des Kirchenbezirks Pforzheim.

Auch ordinierte der Bezirksapostel zwei Bezirksevangelisten – Geistliche, die auf Kirchenbezirksebene tätig sind und stellvertretend Leitungsaufgaben im Kirchenbezirk erfüllen: Der bisherige Gemeindeevangelist Michael Hagel wurde zum Bezirksevangelisten für den Bezirk Pforzheim ordiniert und der bisherige Gemeindeevangelist Matthias Brauner wurde zum Bezirksevangelisten für den Bezirk Mannheim/Weinheim ordiniert. Außerdem erfolgte die Ordination eines Gemeindeevangelisten.

Ein gemischter Chor, ein Frauenchor, ein Posaunenchor und Orgelvorträge umrahmten den Gottesdienst musikalisch.